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Wasser, Sonne, Gas - was treibt die Welt 2050 an? ò

 

Thermische    S O L A R E N E R G I E   –   Sonnenwärme

Im Innern der Sonne verschmelzen bei Temperaturen um 16 Millionen Grad Wasserstoffkerne zu Heliumkernen. Die bei dieser Fusion pro Sekunde frei werdende Energiemenge (385 Millionen Billiarden Kilowatt / 3,85 . 1026) würde ausreichen, den heutigen Energiebedarf der Menschheit für eine Million Jahre zu decken. Doch kommt zum Glück nur ein geringer Teil dieser Energiemenge auf der 150 Millionen Kilometer entfernten Erde an (~1,3675 kW/m2  =  Solarkonstente). An einem Tag erreicht die Erde immer noch 50-mal mehr Sonnenenergie, als die Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr verbraucht. Die Intensität der Sonneneinstrahlung auf der Erde nimmt mit der Entfernung der Breitengrade vom Äquator beständig ab. Hier entstehen auch, je nach Jahreszeit, noch erhebliche Schwankungen. Gerade im Winter, wenn besonders viel Wärme benötigt wird, erreicht die Sonneneinstrahlung ihr Minimum. Die Sonne steht im Winter niedrig am Himmel. Die Sonnenstrahlen müssen einen sehr weiten Weg (schräg durch die Atmosphäre) zurücklegen, um uns zu erreichen und werden dabei abgeschwächt. Zur Heizungsunterstützung taugt die Strahlung nun nicht mehr. Im Sommer ist es umgekehrt: Die solare Einstrahlung ist höher aber es besteht kaum Bedarf an Heizwärme.

Schaubild: jährliche Solarenergieeinstrahlung in Kilowatt pro m²

  In Deutschland fallen im Mittel 1,125 Kilowatt Solarenergie
auf einen m² Erdoberfläche.

(München: 1,150
Hamburg: 0,949
– Durchschnitt 1981 - 2004).

Zum Vergleich: Spanien 2,0 und Sahara 2,5 kW.

Hamburg liegt nach Auskunft des Deutschen Wetter-dienstes (DWD)leider im Bereich der geringsten Sonneneinstrahlung bundesweit.

In Deutschland wurde 2008 der Wärmebedarf zu 0,3 % durch solarthermische Anlagen gedeckt (Europa: 0,1 %) !   (Quelle: SBZ, 11/2008  sbz-online.de)

Warmwasser möchte der Mensch ständig zur Verfügung haben. Im Sommer kann die Energie zur Warmwasserbereitung auch in unseren Breitengraden über Solarkollektoren abgedeckt werden. Bis zu 65% solare Abdeckung der Energie für Warmwasser kann im Laufe eines Jahres erreicht werden. Doch Vorsicht: Zur Kosteneinsparung führt der Einsatz von Solartechnik im Eigenheim noch nicht: Im deutschen Energiemagazin „Brennstoffspiegel“ (1/2003) wird vorgerechnet, dass bei heutigen Brennstoffpreisen eine Refinanzierung erst nach 75 Jahren erreicht wird. Kein Fachmann geht von einer finanziellen Amortisation während der Lebensdauer der Anlage aus. Eine Solaranlage sollte also mit dem Ziel angeschafft werden, einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Es darf auch nicht vergessen werden, dass eine thermische Solaranlage regelmäßig gewartet werden muss, um eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten. Durch dass jährliche Spindeln der Wärmetauscherflüssigkeit (zur Sicherstellung des Frostschutzes im Winter) entstehen Wartungskosten, aber auch die Anlagentechnik ist zu überprüfen. Solaranlagen müssen extra versichert werden. Hausrat-, Glasbruch-, Gebäude- oder Elementar-Schadensversicherungen decken Schäden an Solaranlagen in der Regel nicht ab.
Der Warmwasserspeicher einer Solaranlage für Brauchwasser wird so dimensioniert, dass er den Wasserbedarf von zwei Tagen aufnehmen kann. Folgt auf einen Sonnentag ein wolkenverhangener Tag, lässt sich dieser noch überbrücken. Pro 100 l Speicherinhalt werden ca. 1,5 m² Kollektorfläche auf dem Dach benötigt. Dass heißt: Je mehr Speicherkapazität benötigt wird, desto größer muss natürlich auch die zur Verfügung stehende Dachfläche sein! In einem Haushalt mit einem täglichen Warmwasserbedarf von 120 l ergibt sich also eine Speichergröße von 240 l und eine Kollektorfläche von etwa 4 m². Mit diesem Anlagentyp sparen Sie ca. 10 - 15 % Ihrer Brennstoffkosten ein.  Eine typische Einfamilienhaus-Anlage hat einen 300 Liter- Speicher, 4,5 m² Kollektorfläche und kostet ca. 5.000,- Euro.

5.000,- €  :  12,5% Ihrer Jahres-Brennstoffkosten   =   Jahre Amortisationszeit
(nicht berücksichtigt: laufende Anlagekosten, Zinsen, ...)

Damit eine thermische Solaranlage langfristig Energie umwandelt, muss die Wärmeträgerflüssigkeit regelmäßig ersetzt werden. Auch sollten die Rohrleitungen mit einem Solarreiniger gespült werden. So lassen sich Blockaden und Ablagerungen entfernen. Sie beeinträchtigen sonst die Effizienz der Anlage und beschleunigen den Polypropylenglykolabbau in der Solarflüssigkeit.

Schäden an der Solaranlage sind in der "normalen" Gebäudeversicherung meistens nicht abgedeckt. Hierfür bieten die Versicherer eine spezielle Solaranlagen-Versicherung an.

Die Solaranlagenversicherung dient meist nur der Eigenabsicherung. Schäden die Dritten zugefügt werden (z.B. durch Teileabriss beim Sturm) sind in der Haftpflichtversicherung nur dann abgedeckt, wenn die Anlage zuvor der Versicherung gemeldet wurde! Eine Anpassung der Police kann zu einer Erhöhung der Beitragszahlung führen, bitte fragen Sie Ihre Versicherung.
Es gibt auch spezielle Betreiberhaftpflicht- und Montageversicherungen sowie die Photovoltaik-anlagenversicherung als sogenannte Allgefahren-versicherung.
 

 

 oben: Schaden durch verzogenen Rahmen; ½ Jahr nach dem Einbau barst die Glasabdeckung durch Spannung. Passanten können durch herabfallende Glasscherben verletzt werden.

Neu ist der Solar-Anlagenpass. Hier dokumentiert der Installationsbetrieb die Qualität der Anlage nach den Stand der Technik und die fachgerechte Montage. Schlüsselkomponenten der Anlage werden genannt, Prüfberichte runden den Pass ab. Versicherungen gewähren oft einen Preisnachlass in der Beitragszahlung, wenn ein Anlagenpass den sicheren Betrieb der Anlage dokumentiert.

Die Photovoltaikanlage ist in die bestehende Blitzschutzanlage des Gebäudes zu integrieren und extra abzusichern. Ragt die Solaranlage über die normale Dachfläche hinaus, muss evtl. ein eigenes Blitzschutzsystem eingebaut werden.

Die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage müssen Hauseigentümer der Bundesnetzagentur mitteilen, sonst bekommen Sie kein Geld für den ins Netz eingespeisten Strom. Als Stromerzeuger werden Sie dann zum Kleinunternehmer und genießen einige Steuervorteile - zahlen aber auch Steuern auf die Gewinne aus der Stromerzeugung!

Die ideale Anwendung für Solartechnik sind Klimageräte. Hier steht der Energiebedarf in direkten zeitlichen Zusammentreffen mit der höchsten Sonneneinstrahlung. Auch die solare Beheizung von Freibädern im Sommerhalbjahr ist sinnvoll. Informationen zu den aktuellen Förderkonditionen für Solaranlagen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau  (KfW)  finden Sie unter:  www.solarfoerderung.de    +    www.eghh.de

 

 

Damit die thermische Solaranlage im Winter nicht einfriert besteht die Solarflüssigkeit aus Wasser mit einem Frostschutzmittel (meist Propylenglykol im Verhältnis 60:40). Die Flüssigkeit sollte, wie der Kühlerfrostschutz im Automotor, jährlich gespindelt werden um Schäden auszuschließen. Muss die Solarflüssigkeit ausgewechselt oder entsorgt werden, ist sie als "Sondermüll" zu behandeln und muss in der entsprechenden Sammelstelle entsorgt werden.

Bevor Sie sich als Bauherr festlegen, was zu Ihrer Sonnenwärmeanlage gehören muss, ermitteln Sie anhand der folgenden Checkliste:

  • Was erwarte ich von der Anlage?
  • Welche Fragen sollte ich im Gespräch mit den Anbietern stellen,
    damit ich bestmöglich bedient werde?

 

Die Checkliste nützt auf dreierlei Weise:

  • Sie ermitteln Ihre eigenen Bedürfnisse treffender, schon bevor Sie mit einem Anbieter ins Gespräch kommen.
  • Und Sie verhandeln mit dem Anbieter auf Augenhöhe: Stellen Sie ihm die Fragen laut Checkliste, die Ihnen am Herzen liegen und schätzen Sie an der Qualität der Antworten ein, mit wem Sie es zu tun haben.
  • Drittens hilft Ihnen die Checkliste, verschiedene Angebote leichter zu vergleichen. 

 

Die Checkliste "Augen auf beim Solarkauf" entstammt der fortlaufenden Zusammenarbeit zwischen dem Bund der Energieverbraucher e.V., der Technischen Universität Freiberg und Soli-Fer Solardach GmbH.  

 

 

Download der Checkliste Sonnenwärme (PDF)   Download der  (PDF)- Checkliste Photovoltaik   Was  macht ein Solateur?

 




Der Tipp für Vermieter:

Anschaffungskosten für eine Solaranlage können gemäß einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. IX R 52/02) als "Erhaltungsaufwand" geltend gemacht werden; eine Steuerersparnis ergibt sich somit von Beginn an. Die Anschaffungskosten können auf den Mietzins aufgeschlagen werden.

Bei den gegenwärtigen Brennstoffpreise macht die Mieterhöhung allerdings meist immer noch mehr aus, als an Heizkosten eingespart wird.

Weitere Informationen:

ð Solarwaerme-Plus.de

ð Solarwirtschaft.de

 

PDF-Info  Solarkollektoren

 

 

 

Photovoltaik  –  Strom  von der Sonne

Die Photovoltaik ist mit maximal 14% Wirkungsgrad für Privathaushalte wirtschaftlich indiskutabel. Die hohen Herstellungskosten der Siliziumzellen lassen eine ökonomische Nutzung nur in einigen exponierten Anwendungen zu (z.B. für Parkticket-Automaten). Die Gewinnung von reinem Silizium ist extrem energieaufwendig und daher wenig umweltfreundlich. Noch in den Kinderschuhen steckt die Erforschung von kostengünstigen transparenten Kunststofffolien, die photovoltaisch Strom erzeugen. Auch hier muss die großflächige Anwendung (z.B. als Beschichtung auf der Gebäudehülle oder Fensterscheiben) noch sehr viel effektiver werden. Aber die Zukunft lässt hoffen! Die Norddeutsche Affinerie hat hauchdünn beschichtete flexible Kupferbänder entwickelt die Strom erzeugen. Sie sind deutlich kostengünstiger herzustellen als herkömmliche Siliziumzellen. Gegenwärtig sind in Deutschland rund 350 MW in Photovoltaikanlagen installiert, das entspricht rund 0,3% der gesamten Kraftwerksleistung. Von der Solarenergie-Lobby wird gefordert, die Einspeisevergütung ins öffentliche Netz, von gegenwärtig 48 Cent/kWh auf 90 Cent/kWh anzuheben, um eine kostendeckende Vergütung für Solarstrom zu gewährleisten. Dafür soll auf steuergetragene Zuschüsse und Darlehen verzichtet werden. Die in Photovoltaikanlagen erzeugte elektrische Energie ist ca. 30 mal teurer als konventionell erzeugter Strom. Der für die Herstellung von Silizium-Solarzellen erforderliche Energieaufwand ist in fünf bis sieben Jahre Betriebszeit wieder von der Anlage erwirtschaftet. Die niedrige Volllaststundenzahl der Anlagen (bedingt durch nächtliche Lichtpausen und bewölkten Himmel) verhindert die Wettbewerbsfähigkeit von Photovoltaikanlagen auf absehbare Zeit, auch wenn die Anlagen inzwischen die diffusen Lichtstrahlen nutzen können.
Laut der Zeitschrift Photon hat sich der Preis für Solarpaneele enorm erhöht. Weil gleichzeitig die Vergütung über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sinkt, lohnt sich der Kauf einer Solarstromanlage immer weniger.  Vor allem Landwirte, Hauptabnehmer der Branche, haben das erkannt: Die Kreditsumme für Solaranlagen bei der landwirtschaftlichen Rentenbank ging allein im ersten Halbjahr 2006 um zwei Drittel zurück.
Die deutsche Solarbranche will dennoch Ihren Umsatz von 2008 bis 2010 auf 10 Mrd. Euro in etwa verdoppeln und bis 2020 verdreifachen. Aufgrund der ausufernden Förderkosten will der Bund die Vergütung für Solarstrom nach dem EEG weiter kürzen. Ginge die Förderung unvermindert weiter, kämen nach einem Gutachten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung 63 Mrd. Euro Folgekosten auf den Staat zu. Derzeit wird jeder Arbeitsplatz in der Solarbranche mit 153.000,- Euro subventioniert, heißt es in den Berechnungen von Branchenkennern.

 

ð Hamburger Solarförderprogramme

ð www.eghh.de

 

PDF-Info  Photovoltaik

 

 

 

 

Die Solarhybrid-Technologie

ist eine neu entwickelte Kombination zur Strom- und Wärmeerzeugung. Sonnenstrahlung bietet verschiedene Spektren zur Energiegewinnung: Sichtbares Licht wandelt die Fotovoltaik in Strom um, Infrarotstrahlung wandelt die thermische Anlage in Wärme um. Die Fotovoltaikzellen werden dabei über 100°C heiß, verlieren über 25°C jedoch mit zunehmender Temperatur an Effizienz. Die Solarhybrid-Technologie stoppt die Aufheizung bei ca. 60°C. Der thermische Kreislauf unter den Zellen führt die Wärme aus dem Kollektor ab. Am effektivsten arbeiten die Kollektoren, wenn wie bei einer Schwimmbadheizung oder in Krankenhäusern ständig warmes Wasser gebraucht wird. Trotz des technischen Fortschritts hat die Solarenergienutzung hierzulande noch einen großen Nachteil: Im Winter gibt es zu wenig Sonne und im Sommer wird fast immer zu viel Energie Produziert. Es fehlen noch immer ökonomische Speichermedien, die überschüssige Energie des Sommers bis zum Winter speichern können. Ihre Entwicklung steckt leider noch in den Kinderschuhen.

 

Solarstrom ungeeignet für Wärmepumpe

Werbeaussagen, die suggerieren, dass eine Wärmepumpe zum Heizen mit Solarstrom vom eigenen Dach versorgt werden kann, sei nicht zu trauen, betont die Fachzeitschrift "Sonnenenergie" (1/2008): "Der überwiegende Strom wird nicht während der Heizperiode erzeugt, und das Stromnetz kann nur bedingt als Speicher genutzt werden." Die Idee einer solchen autarken Versorgung aus regenerativen Energien sei eine Vision, könne sogar kontraproduktiv wirken. "Würde man zum überwiegenden Teil mit Wärmepumpen heizen wollen, würde dies zu einem verstärkten Ausbau der Kraftwerkskapazitäten führen", schreibt der Autor Matthias Hüttmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, denn der Stromverbrauch ist im Winterhalbjahr höher als im Sommer. Zum Teil werde sogar damit geworben, dass sich mit der Solarstromvergütung auch die Wärmepumpe finanzieren lasse. Das ist alles andere als seriös. Die Stromvergütung geht komplett für die Finanzierung der Solaranlage drauf!

 

Vorsorglicher Rückruf von BP Solarprodukten

Bei einigen BP Solar Photovoltaik-Produkten, die ab  2003  installiert wurden, wurde ein potentielles Sicherheitsrisiko festgestellt. Es besteht die Möglichkeit, dass die elektrische Isolierung Schäden aufweist. Unter Umständen kann es zu einem elektrischen Kurzschluss zwischen den Leiterbahnen im Photovoltaik-Modul oder Photovoltaik-Laminat und der tragenden Konstruktion kommen. Die Gefahr eines Stromschlags bei Berührung der Anlage kann nicht vollständig ausgeschlossen werden. Um jegliches Risiko zu vermeiden, werden vorsorglich alle Solarprodukte (ab 2003) einer intensiven Überprüfung unterzogen bzw. ausgetauscht.

BITTE BERÜHREN SIE AUF KEINEN FALL DIE MODULE / LAMINATE
UND DIE TRAGENDE KONSTRUKTION DER SOLARANLAGEN.

Sofern Sie diesen Sicherheitshinweis beachten,
kann nach Angaben der BP Solar nichts passieren.

 

 

Windenergie

Wie hinter fast allen Energieformen auf der Erde steckt auch hinter der Windenergie die Sonne als treibender Motor. Sonne und Wasserkreislauf bilden auf dem Globus Zonen mit hohen und tieferen Atmosphärendruck. Die Luft strömt vom Hochdruckzentrum zum Tiefdruckzentrum – Wind entsteht. Er treibt die großen Rotoren der Windkraftanlagen an, die in nachgeschalteten Generatoren (dem Fahrraddynamo gleich) Strom erzeugen.

   Vielfach werden diese modernen „Windmühlen“ jedoch als optische Umweltverschmutzung angesehen die das Landschaftsbild beeinträchtigen, Geräusche emittieren und Schlagschatten werfen. In Schleswig-Holstein starben bereits etliche Seeadler und Zugvögel in den Rotoren der Windkraftanlagen. Die Einwände sind letztlich nicht vollständig auszuräumen; schließlich aber sollte die Güterabwägung den Ausschlag geben.

   Als Vorzüge der Windkraftwerke gegenüber erschöpflichen, aber auch anderen erneuerbaren Energieformen zählen die Befürworter auf: Windkraftanlagen verzehren keine betrieblichen Energierohstoffe, emittieren keine Treibhausgase oder sonstige Schadstoffe, erzeugen keine radioaktiven Spaltprodukte und verursachen nur einen minimalen tatsächlichen Landschaftsverbrauch (der Turmquerschnitt am Boden und die Zufahrtswege). Unter den Rotoren bleibt die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens möglich.

   Windkraftkritiker argumentieren hingegen: Konventionelle Kraftwerke können durch Windkraftanlagen ergänzt aber keinesfalls ersetzt werden. Im Gegenteil. Viele Windkraftanlagen benötigen Erregerstrom (Magnetisierungsstrom) zur Umwandlung der Bewegungsenergie in elektrische Energie. Diesen „Blindstrom“ können sie nicht selbst herstellen. Ohne konventionellen Kraftwerksstrom können die Windkraftanlagen, selbst bei guten Windverhältnissen, keinen Windstrom erzeugen. Da es auch mal „Windflauten“ gibt, muss für jedes Wind-Kilowatt ca. die gleiche Menge an Reservekapazität in konventionellen Kraftwerken bereitgehalten werden. Mehr Windkraft bedeutet also, dass auch noch mehr konventionelle Kraftwerke gebaut (oder ausgebaut) werden müssen. Die E.ON Energie AG schätzt in ihrem „Energie Panorama“ (11/2002), dass Windkraftanlagen nur etwa 15 Prozent der „traditionellen“ Stromerzeugung ersetzten können. Das bedeutet, dass die derzeit in Deutschland installierte Windkraftkapazität von rund 10.000 MW nur rund 1.500 MW gesicherte Leistung ersetzen können. Ihr tatsächlicher Anteil an der Stromproduktion beträgt ca. fünf Prozent. In der ZDF-heute-Sendung vom 6.8.03 wurde vorgerechnet, dass die Windkraftförderung insgesamt 2,6 Mrd. € kostet. Bei rund 50.000 Jobs in der Windkraftbranche wird jeder Arbeitsplatz auf diese Weise mit etwa 52.000 € jährlich subventioniert (wenn auch nicht aus Steuermitteln, so doch über Millionen Stromrechnungen). Die Zeche zahlt am Ende immer der Verbraucher. Die Auslastung der Windkraftanlagen betrug im Jahre 2003 im Durchschnitt 17 %.  Bei besserem Windangebot könnten rund 20% erreicht werden. Zum Vergleich: Wasserkraftanlagen erzielen im Mittel 68 % Auslastung.

   Neuerdings wird vermehrt auf Offshorewindparks in den Gewässern der deutschen Bucht gesetzt. Doch auch hier sind die Auswirkungen auf die maritime Welt genau zu prüfen. Die Offshoretechnik ist aufwendig und teurer. Dafür ist die „zeitliche Windausbeute“ wesentlich höher als an Land. 21 Windparks sind in der Nordsee beantragt, zwei sind bislang genehmigt worden. Schon aus Platzgründen können nicht alle Windparks realisiert werden. Bis 2020 wird ein Potential von 10.000 MW Offshore-Windenergie gegenüber 45.000 MW Onshore erwartet.

Versicherer von Windkraftanlagen haben allein 2002 rund 40 Millionen Euro für Schäden an den Anlagen gezahlt: Getriebe und Generatoren versagen den Dienst, Rotorblätter bekommen Risse und splittern. Im Winter setzen sie Eis an, laufen unrund oder schleudern Eisbrocken in die Umgebung. Manchmal bricht ein Rotorblatt ab. In Vahlenbruch ist am 7.1.2008 der ganze 60-Meter-Rotor auf ein Feld gestürzt (1,5 Mio. € Schaden). Blitzeinschläge und Orkan ruinierten ganze Anlagen. Nach einem Unwetter über Norddeutschland blieb von dieser Windkraftanlage in Tüttendorf nur noch eine Ruine übrig. Blitzeinschlag entzündete die Gondel in 60 Meter Höhe. Zu hoch für die örtliche Feuerwehr, sie konnte die Anlage nur „kontrolliert“ abbrennen lassen.

 Die Windenergie lieferte im „windarmen“ Jahr 2002 mit 17 Mrd. kWh rund drei Prozent der deutschen Stromerzeugung. Im ersten Halbjahr 2003 sank die „Ausbeute“ mit 8,95 Mrd. kWh um rund neun Prozent, obwohl die Zahl der Anlagen um sieben Prozent stieg (auf 14.283 Anlagen). Ende September 2004 drehten sich 16.017 Windräder bundesweit, der Exportanteil stieg auf 58 %. Seit 2003 geht der Bau von Windrädern für den heimischen Markt jedoch wieder zurück. Laut BWE lag das Minus im ersten Halbjahr 2007 bei 25 %. "Ein Hinweis, dass sich die Rahmenbedingungen für Windkraft verschoben haben", so der Präsident des Bundesverbandes der Windenergie Hermann Albers zum Abschluss der Leitmesse "Husum Wind" 2007.

ð 4 Abendlatt-Artikel ï

ð weiterführende Artikel ï  

 

 

W A S S E R K R A F T

Strom aus dem Meer: Erstes Kraftwerk wurde vor Schottland montiert.

Die Ocean Power Delivery Ltd (OPD) aus Edinburg entwickelte das weltweit erste schwimmende Meereswellenkraftwerk. Der Prototyp "Pelamis" ging im April 2004 vor den Orkney-Inseln im Norden Schottlands ans Netz.

 

 

Das 120 m lange, 750 t schwere und in 50 m Tiefe verankerte Kraftwerk bewegt sich schlangenähnlich mit Scharniergelenken, an denen hydraulische Motoren die mechanische Energie vom Auf und Ab und den Seitwärtsbewegungen der Wellen in Strom umsetzen. Die riesigen, miteinander verbundene Stahlzylinder bewegen sich  so im Takt der Wellen. Der Vorteil gegenüber anderen Technologien: Die Anlage passt sich dem Takt des Meeres an und übersteht selbst starke Stürme. Vor der portugiesischen Küste werden derzeit drei der Kraftwerke gebaut und später im Atlantik vertäut. Sie sollen 1500 Haushalte mit Strom versorgen. Langfristig träumen die Entwickler von einer riesigen Wellenfarm. Die Generatoren erzeugen selbst bei moderatem Wellengang Strom, die Menge ist zuverlässig kalkulierbar. Das Kraftwerk leistet 750 kW. Der Strom wird in ein Kabel eingespeist und an Land transportiert.

 

Der Internationale Weltenergierat in London errechnete, dass Wellenkraft 15% des weltweiten Strombedarfs decken könnte, in Großbritannien sogar ein Viertel. Wellenstrom kostet derzeit 7 bis 10 Cent pro kWh, durch größere, serienmäßig produzierte Kraftwerke wollen die Entwickler den Preis binnen zehn Jahren auf 4 Cent pro kWh drücken. Die Auslastung von Wasserkraftanlagen ist, im Vergleich mit solartechnischen Anlagen, sehr hoch.

 
Auch an der Möglichkeit der Osmose-Nutzung (Konzentrationsaustausch z.B. zwischen Süß- und Salzwasser) als Stromquelle wird geforscht:  ð Osmose als Stromquelle

 

Erst vor kurzem wurde deutlich, welche Risiken auf See drohen, als Forscher wahre Monsterwellen sogar in der Nordsee entdeckten. Mit modernen Messgeräten gehen die Wissenschaftler dem Rätsel der Wellen auf den Grund, denn sie sehen darin eine Energiequelle, die mächtiger ist als jede andere - und die niemals versiegt. Die Ozeane bergen ein gigantisches Energiepotenzial, das bislang kaum genutzt wurde. Wissenschaftler versuchen mit neusten Technologien dieses Reservoir anzuzapfen, um Alternativen zu fossilen Energieträgern zu schaffen. Aber auch die Nutzung der Wasserkraft im Binnenland durch Stauseen und Wasserturbinen hat nach wie vor große Bedeutung. Für mache Regionen ist sie der Garant für Elektrizität.

 

 

Ohne Talsperren


... würden in der Schweiz wohl schnell die Lichter ausgehen. Die Grande Dixence ist mit über 280 Metern eine der höchsten Staumauern der Welt und speichert 20 Prozent der Schweizer Stromreserven. Hoch in den Alpen gelegen wird der Stausee fast ausschließlich aus Gletscherwasser gespeist. Der große Nachteil: der Sand im Schmelzwasser. Wenn dieser unter hohem Druck auf die Schaufelräder der Turbinen trifft, wirkt er wie Schmirgelpapier. Der extrem harte Edelstahl wird pro Jahr um 2cm abgeschliffen. Eine Wartung ist aufwändig, denn auf jedes einzelne Schaufelblatt muss Schicht für Schicht neuer Stahl geschweißt werden.

 

 

 

Geothermie & Erdstrom

Der Energiestrom, der mit der Wärme aus dem Erdinneren an die Oberfläche dringt, beträgt im Durchschnitt lediglich 0,08 Watt pro Quadratmeter. Dieser schwache Energiestrom macht den Oberflächen-Erdwärmepumpen das Leben so schwer, da sie eine relativ hohe Aufwandsenergie von außen benötigen (meistens STROM). In der Tiefe sieht die Situation etwas anders aus: Alle 100 Meter steigt die Umgebungstemperatur um ca. 3°C an. Doch das Herauffördern der Wärmeenergie ist ebenfalls mit einem hohen Energieverbrauch verbunden.

 Das (theoretische) technische Potential der geothermischen Stromerzeugung in Deutschland liegt beim 600-fachen des deutschen Jahresstrombedarfs. Entnimmt man jedoch nur soviel Tiefenwärme, wie aus dem Erdinnern ständig nachströmt, ergibt sich daraus ein jährliches Angebotspotential von 300 Terawattstunden. Das entspricht immerhin rund 60 Prozent des derzeitigen deutschen Stromverbrauchs. Die Erdwärme kann neben Strom aber auch gleichzeitig als Heizwärme dienen. Die Wirtschaftlichkeit geothermischer Anlagen verbessert sich durch die gleichzeitige Nutzung ganz entscheidend. Die Kosten von Erdstrom liegen allerdings deutlich über denen anderer regenerativer Stromquellen (mit Ausnahme der Photovoltaik). Anders als bei anderen regenerativen Systemen ist Erdstrom aber verlässlich verfügbar (tages- und jahreszeitlich unabhängig). Unter Umweltgesichtspunkten ist der Erdstrom sehr vorteilhaft, da nur sehr geringe Emissionen entstehen. Nimmt man als Szenario an, dass fünf Prozent der Stromerzeugung durch Erdwärme bereitgestellt würden, wären dafür 350 Anlagen mit einer Leistung von je 10 Megawatt erforderlich. Je Kraftwerk müssten dafür 70 Millionen Euro investiert werden, also insgesamt 24,5 Milliarden Euro. Die Technologie befindet sich noch weitgehend im Forschungs- und Entwicklungsstadium.

weitere Infos:  ð geothermie.de

 

 

 

Marktanreizprogramm erneuerbare Energien

Mit dem „Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien“ (MAP), das 1999 startete, motiviert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dazu, die neuen Energietechnologien zu nutzen und mildert damit die meist deutlich höheren Kosten für den Endverbraucher etwas ab. Bereits Mitte August waren die Fördermittel 2006 schon wieder aufgebraucht. Zwar wurde für 2007 das Budget um ca. 21% erhöht. Dennoch ist es höchst ratsam sehr schnell zu reagieren, wenn Sie nicht, wie viele Verbraucher, leer ausgehen wollen. Immer öfter werden Anträge nicht mehr angenommen oder bereits gestellte abgelehnt, weil der Fördertopf leer ist.

 

Der Bund fördert mit dem Marktanreizprogramm den Bau von:

-        Anlagen zur Verbrennung fester Biomasse (z.B. Pelletöfen)

-       Wärmepumpen
   (wenn der Betriebsstrom aus
erneuerbaren Energien stammt)

-        Wasserkraftanlagen

-        Geothermieanlagen

-        Solarkollektoren

-        Biomassekessel

-        Biogasanlagen

 

Nicht  gefördert werden:

-        Eigenbauanlagen und Prototypen

-        Gebrauchte Anlagen

-        Biomasseanlagen (für Holz aus gewerblicher Be- und Verarbeitung)

-        Einzelfeuerstätten (Öfen zur Beheizung nur eines Raumes)

-        Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe

 

 Förderprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau ð (KfW)

 

 

Biomasse hat unter den regenerativen Energieträgern

in  Deutschland  das  weitaus  größte  Potenzial. 

In Deutschlands Wäldern wachsen jährlich 60 Millionen Festmeter Holz zu. Der jährliche Holzeinschlag liegt bei 40 Millionen Festmetern. Durch die insgesamt vorhandene Biomasse könnten etwa 5% des derzeitigen fossilen Energieeinsatzes in Deutschland nachhaltig ersetzt werden. Zusammengenommen betrachtet sind damit durchaus noch erhebliche Möglichkeiten einer verstärkten Nutzung der Biomasse gegeben. Zudem kann Biomasse zur Verminderung der CO2–Belastung beitragen, weil sie in der Gesamtbilanz vom beginnenden Wachstum bis zum Ende des Verbrennungsprozesses als weitgehend CO2-neutral anzusehen ist. Während des Pflanzenwachstums wird CO2 aus der Luft, mit Hilfe des Sonnenlichts (Photosynthese), in Sauerstoff umgewandelt. Exakt diese Menge CO2 wird bei der energetischen Nutzung mit den Abgasen wieder an die Umgebung abgegeben und von den nachwachsenden Pflanzen wieder aufgenommen. Auch beim Verrottungsprozess des Pflanzenmaterials im Erdboden würde exakt diese Menge CO2 wieder entstehen und in die Atmosphäre gelangen. Ein Kreislauf bzw. eine neutrale CO2–Bilanz. Pflanzen und Bäume speichern Sonnenenergie, Produzieren Sauerstoff und wachsen wieder nach. Meeresalgen binden ca. 50 % des vom Menschen verursachten CO2 und produzieren etwa zwei Drittel des globalen Sauerstoffs.

Bei wolkenlosem Himmel fallen auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche im Durchschnitt 1.000 Watt, bei Bewölkung kann dieser Wert auf 50 Watt sinken. Etwa 0,1 % dieser Energie wird von Land- und Wasserpflanzen in Biomasse umgewandelt und gespeichert. Dieser Wert erscheint zunächst gering, da sich dies jedoch täglich auf der gesamten Erdoberfläche wiederholt, stellt die Biomasse insgesamt ein großes Energiepotential dar. Allein der jährliche Biomassezuwachs in den Wäldern der Erde (170 Milliarden Tonnen) entspricht etwa dem 25-fachen Energieäquivalent der jährlich geförderten Erdölmenge.  Der Sonne verdanken wir fast sämtliche fossilen und erneuerbaren Energien auf der Erde. Auf acht Prozent der deutschen Ackerflächen wurde 2003 nachwachsende Rohstoffe angebaut. Damit wurden zwei Prozent des deutschen Primärenergieverbrauchs über Biomasse bereitgestellt. Dieser Anteil lässt sich leicht auf acht bis neun Prozent erhöhen. Mit der dadurch verbundenen jährlichen Einsparung von 95 Mio. Tonnen CO2 könnten rund 38 Prozent des Klimaschutzziels erreicht werden.

 

> Potentiale regenerativer Energie (PDF) <


Zur Energiegewinnung sollte möglichst nur Biomasse genutzt werden, die für höherwertige Verwendungsmöglichkeiten weniger geeignet ist. Gefällte Bäume könnten, passend zugeschnitten, direkt als Brennstoff dienen. Forstwirtschaftlich erzeugtes Holz ist jedoch ein sehr wertvolles Material, das als Baustoff in der Holzindustrie bessere wirtschaftliche Verwendung findet. Es kann später in Form von Abrissholz als Brennstoff dienen. Aber auch die Rückstände der holzverarbeitenden Industrie, wie Rinde, Sägemehl und Restholz, können so genutzt werden. Die energetische Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Nutzpflanzen bietet eine gute Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Zusätzlich entstehen durch den Anbau von Energiepflanzen neue Absatzmärkte und für die Land- und Forstwirtschaft sowie den Brennstoffhandel. Ökologische und ökonomische Kreisläufe mit regionaler Wertschöpfung entstehen.
Natürlich darf der Anbau von Energiepflanzen (z.B Ölpalmen) nicht zur Brandrodung von Regenwäldern führen und auch beim heimischen Rapsanbau müssen wir uns fragen was wir eigentlich wollen - essen oder tanken?

 

 

 

 Weitere Energie-Nutzpflanzen sind u.a.:

-   Chinaschilf (Miscanthus)  Eine mehrjährige Landschilfpflanze, die ab dem dritten Jahr Wuchshöhen bis zu vier Meter erreicht und sich vegetativ vermehrt. Sie stammt aus Asien und wird in vielen deutschen Gärten als Zierpflanze kultiviert. Seit etwa 10 Jahren wird der Anbau von Chinaschilf in Deutschland erforscht. Die Pflanzung erfolgt im Mai. Erträge ab dem dritten Jahr: 10 - 22 t Trockenmasse / ha.

-        Hanf (die energetische Nutzung wird z.Z. in Österreich und den Niederlanden untersucht)

-        Mais  (zur Erzeugung von Biogas durch Vergärung oder Maisstroh-Briketts / -Pellets)

-        Ölpflanzen  (z.B. Raps, Rübsen, Sonnenblume, ..., zur Brenn- und Kraftstoffherstellung)

-        schnell wachsende Baumarten  (z.B. Balsampappel, Weide, Aspe, Birke, Erle, Rubinie)

 

Das Chinaschilf (Miscanthus) bietet sich vor allem als nachwachsender Rohstoff an. Aufgrund seines hohen Siliziumgehaltes ist es als Baustoff sehr geeignet, während bei der Verbrennung relativ viel Schlacke entsteht. Schon der Ertrag von einem Hektar pro Jahr bietet ausreichend Material für ein Einfamilienhaus mittlerer Größe.

 
 Sonstige Umweltauswirkungen

Durch den Ersatz von fossilen durch biogene Energieträger werden nicht nur die CO2-Emissionen vermindert, sondern auch die mit der Produktion von fossilen Brennstoffen einhergehenden Umweltauswirkungen weitgehend vermieden. Diese sind je nach betrachtetem Energieträger unterschiedlich:

- Erdöl:

Wird Heizöl ersetzt, werden auch die Belastungen der Weltmeere und Landflächen durch Öleinträge reduziert. Insgesamt belaufen sich die in die Weltmeere eingetragenen Ölmengen auf über 500.000 Tonnen Öl pro Jahr.

- Stein- und Braunkohle:

Durch den Ersatz von Kohle durch Biobrennstoffe werden die mit der Förderung einhergehenden  Umweltbelastungen reduziert. Beispielsweise wird das beim Kohlebergbau anfallende Grubenwasser zum größten Teil direkt in die Flüsse gepumpt und macht diese zur Trinkwasserverwendung unbrauchbar. Landschaftsverbrauch und Abraum stellen neben dem treibhausaktiven Methan (Hauptbestandteil des Grubengases) und Staub, der bei der Aufbereitung, dem Umschlag und Transport in Größenordnungen von 0,2 kg pro Tonne Kohle freigesetzt wird, weitere Belastungen der Umwelt dar.

- Erdgas:

Bei der Substitution von Erdgas werden im wesentlichen Methan-Emissionen vermieden, die bei der Förderung und dem Transport von Erdgas entstehen. Die Klimawirksamkeit von Methan CH4 ist 30 mal höher als von CO2.

 

Ökologische Nachteile biogener Energieträger

1.) Die Flächeninanspruchnahme  (wird bei nachwachsenden Rohstoffen kontrovers diskutiert)

2.) Verringerung der Artenvielfalt  (bei großflächiger, nutzungsintensiver Landbewirtschaftung)

3.) Belastung von Grundwasser und Gewässern mit Nitrat  (bei Düngung / Eintrag von Gülle)

4.) Wasserverknappung (durch  eine erwartete Verdoppelung des landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs bei der Massenproduktion von Biobrennstoffen)

5.) Beitrag zum stratosphärischen Ozonabbau   (durch Lachgas). Wie schon erwähnt ist die Klimabilanz nachwachsender Energieträger, nicht nur durch deren CO2–Neutralität positiv gegenüber fossilen Energien.

 

 


Flüssige Bioenergieträger  /  Rapsölmethylester  (RME)



 

 

Die bedeutendste Kulturpflanze zur Ölgewinnung in Deutschland ist die Rapspflanze. Aus ihr lassen sich Rapsöl bzw. nach chemischer Umesterung (Veränderung des molekularen Aufbaus) Rapsölmethylester gewinnen – auch Biodiesel genannt. Das Rapskorn enthält ca. 40-45% Rapsöl. Bei der anschließenden Extraktion wird das restliche Öl durch das Lösungsmittel Hexan aus dem Rapskuchen herausgelöst. Da das gewonnene Rapsöl noch nicht motorentauglich ist, muss es weiter aufbereitet werden. Dies kann durch eine chemische oder physikalische Raffination geschehen. Beide Verfahren bestehen aus verschiedenen Schritten, für die meist mehrere Varianten existieren. Physikalische Raffination (Destillation) oder chemische Raffination: Entschleimung / Entsäuerung / Entfärbung / Dämpfung (Desodorierung). Bei der Umesterung werden die physikalischen Eigenschaften des Pflanzenöls an die Anforderungen der auf Dieselkraftstoff abgestimmten Motoren angepasst. Dazu wird das Rapsöl in Verbindungen gespalten die herkömmlichen Dieselkraftstoff wesentlich näher kommen als Rapsöl und mit ca. 10% Methylalkohol versetzt. Auch zur Verwendung als Heizöl sollte Rapsölmethylester (RME) eingesetzt werden, da Rapsöl nicht ohne weiteres in modernen Heizanlagen eingesetzt werden kann.

Die Umwandlung von Rapsöl in RME erfordert einen recht hohen Energieeinsatz. Aus energetischer Sicht spricht also wenig für den Ersatz von Mineralölprodukten durch RME. Doch die hervorragenden Umwelteigenschaften (schnelle biologische Abbaubarkeit) rechtfertigen den Gebrauch von Rapsölmethylester z.B. in Wasserschutzgebieten, Überschwemmungs- und Hochwasserschutzgebieten sowie in anderen sensiblen Schutzzonen. RME ist in 21 Tagen zu ca. 95 bis 98% biologisch abbaubar, Mineraldieselkraftstoff nur zu 20 bis 30%. Die EU überlegt z. Z. die grundsätzliche Beimischung von Fettsäuremethylester bzw. Biodiesel dem konventionellen Dieselkraftstoff per Verordnung vorzuschreiben. Dieses Gemisch soll problemlos in Dieselmotoren, nicht aber in Öl-Zentralheizanlagen, eingesetzt werden können. Das Gemisch entspricht der DIN EN 590 für Dieselkraftstoff. Heizöl darf nach DIN 51603-1 jedoch keine biogenen Bestandteile enthalten. Hersteller von Folien für die Tankinnenauskleidung weisen darauf hin, dass Biodiesel diese Folien stärker angreifen kann als mineralisches Öl.

ð Biodiesel.de

 

 

Bis 2020 könnte, bei einer Vervierfachung der Anbaufläche auf ca. 3,45 Mio. ha, rund ein Viertel des deutschen Kraftstoffs aus Biomasse gewonnen werden. Statt Flächenstilllegungsprämien zu kassieren, lassen sich einige Bauern bereits zum "Landwirtschaftlichen Energiewirt" schulen und nutzen eine neue Chanse.

 

  ð Union zur Förderung von Oel-
und Proteinpflanzen e. V.

 

 

Regenwald-Pilz macht (Myco-) Diesel aus Pflanzenresten

Im südamerikanischen Regenwald haben Forscher 2008 einen Pilz entdeckt, der einen dieselähnlichen Treibstoff herstellt. Gliocladium roseum, so der Name, produziert aus Pflanzenresten ein Gemisch von Kohlenwasserstoffen. Ein Forschertean der Montana State University entdeckte den Pilz in einer chilenischen Scheinulme. Mikroorganismen die Kohlenwasserstoffe produzieren sind zwar nichts Neues, doch dieser Verbindungsmix ist dem handelsüblichen Diesel viel ähnlicher als alle bekannten biologischen Gemische. Die Wissenschaftler nannten das neue Treibstoffgemisch daher Mykodiesel, nach dem griechischen Wort myces für Pilz. Die Produktion von Biotreibstoffen könnte mit Hilfe dieses Pilzes zukünftig stark vereinfachen.

 

Heiz- und Kraftstoff aus flüssigen Bioenergieträgern

Rapsölmethylester (RME) kann als Brennstoff grundsätzlich mit den gleichen Brennern wie Heizöl eingesetzt werden. Pflanzenöle können ebenfalls als Brennstoff in Feuerungsanlagen zur Deckung der Wärmenachfrage Verwendung finden. Beispielsweise kann Rapsöl in modernen Anlagen für extra leichtes Heizöl in Beimischungen von 10 bis 20 % verwendet werden. Eine ausführliche Beratung mit dem Heizgerätehersteller, dem Heizungsmonteur, Schornsteinfeger und Brennstofflieferer sollte auf jeden Fall vorher durchgeführt werden, denn die Verwendung flüssiger Bioenergieträgern kann zum Verlust der Gewährleistung führen.

Biokraftstoffe sind im Gegensatz zu Otto- und Dieselkraftstoffen derzeit nicht mit einer Steuer belegt, da sie sonst nicht wettbewerbsfähig auf dem Markt wären. Hinsichtlich der Energiedichte stehen sie ihren fossilen Pendants nur unwesentlich nach. Ein besonderer Vorteil der Nutzung von Biokraftstoffen ist ihre schnelle biologische Abbaubarkeit. Sie sollten vor allem dort eingesetzt werden, wo Auswirkungen eines möglichen Kraftstoffeintrages in die Umwelt besonders schädlich sind (z. B. in Wasserschutzgebieten oder sensiblen Schutzzonen). Grundsätzlich können sowohl Otto- als auch Dieselmotoren mit Biotreibstoff betrieben werden.

 

Biokraftstoffe (RME) an der Tankstelle

Der Markt für Biodiesel boomt zzt. so stark, dass im Inland keine ausreichenden Mengen verfügbar sind und zu einem erheblichen Maß auf Importware zurückgegriffen wird. Bis 2006 sollen rund zwei Millionen Tonnen deutscher Biodiesel jährlich verfügbar sein. An rund 1.900 Tankstellen wird Biodiesel zzt. angeboten. Die Beimischung von RME zum herkömmlichen Dieselkraftstoff (bis zu 5% sind erlaubt und nicht kennzeichnungspflichtig) wird zukünftig stark ausgedehnt. Biokomponenten werden also z. T. getankt, ohne dass der Verbraucher es weis. Eine neue Großanlage der Südzucker AG in Zeitz erzeugt aus 700.000 Tonnen Getreide 200.000 Tonnen RME pro Jahr. Bis zum Herbst / Winter 2005 sollen auch dem Ottokraftstoff bis zu fünf Prozent Bioethanol zugemischt werden.

weitere Informationen zum Thema:  ð UNITI

ð Wasser im Diesel senkt Kraftstoffverbrauch ï

 

Biomass-to-Liquid- (BtL-) Kraftstoff

Nach den Biokraftstoffen der ersten Generation, deren Mengenpotential insgesamt begrenzt ist, haben synthetische Kraftstoffe aus Biomasse, so genannte BtL-Kraftstoffe, ein sehr viel größeres Potential, da sie auf der Basis von Rest- oder Ganzpflanzen hergestellt werden. Die synthetische Erzeugung erfolgt nach dem Kohle-Verflüssigungsprinzip. Flüssige Brennstoffe verfügen also über nachhaltige, breit gefächerte Zukunftsperspektiven mit langfristig hoher Versorgungssicherheit. So verstanden, erhält die vielfach bemühte Parole "Weg vom Öl" eine etwas andere Ausgangsbasis.

ð BtL-Plattform.de

Flüssigen Brennstoffen gehört die Zukunft (PDF)

 

Agraralkohol und Biogas

Unter Agraralkohol versteht man sowohl Ethanol (C2H5OH) als auch Methanol (CH3OH) die aus zucker-, stärke- oder zellulosehaltigen Biomassen mittels biotechnologischer Fermentationsverfahren gewonnen werden können. Agraralkohol kann als Brenn- und Kraftstoff dienen.

    In einer Biogasanlage werden organische Stoffe durch Mikroorganismen aufgeschlossen. Dieser viel stufige Prozess findet unter Luft- und Lichtabschluss statt und besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Aus der Zersetzung hochmolekularer Verbindungen zu niedrigmolekularen Fettsäuren und Alkoholen sowie der Methanbildung. Biogas ist ein Gasgemisch, welches zu etwa 2/3 aus Methan (CH4) und zu rund 1/3 aus Kohlendioxid besteht. Es ist in seiner Qualität mit dem Erdgas vergleichbar. Biogas kann mit konditionierter Anlagentechnik genauso zur Wärme- und Stromerzeugung genutzt werden wie Erdgas. Solche Anlagen finden sich häufig in landwirtschaftlichen Betrieben. Moderne Landwirte von heute haben ein neues Standbein gefunden: Sie speisen „Strom aus Gülle“ in das öffentliche Netz ein und lassen es sich vergüten. Auch zum Antrieb von Kraftfahrzeugmotoren eignet sich Biogas hervorragend. Biogas wird zzt. als die ökologisch sinnvollste  regenerative Energiequelle betrachtet.

 

 

 

BIOGENE  FESTBRENNSTOFFE 

(für Öfen, Kamine und Pellet-Feuerung)

 

Schnellwachsende Baumarten ...

zeichnen sich dadurch aus, dass sie rasch viel Biomasse aufbauen. Dazu gehören z.B. Balsampappel, Weide, Aspe, Birke, Erle und Robinie. Die Zusammensetzung der aschefreien organischen Bestandteile der festen Biomasse ist relativ einheitlich. Die Hauptbestandteile sind Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. Auch ein sehr kleiner Anteil Stickstoff ist in den meisten Biomasseformen enthalten. In absolut trockenem Zustand liegen der Heizwert von Nadelholz mit ca. 5,2 kWh/kg und der von Laubholz mit ca. 5,11- kWh/kg dicht beieinander. Unterschiede werden vielmehr vom jeweiligen Wassergehalt bei der Verbrennung bestimmt. Das gespeicherte Wasser muss vor der Verbrennung verdampfen. Dieser Vorgang beansprucht Wärme aus dem Verbrennungsprozess, die dann in der Regel nicht mehr als Nutzenergie zur Verfügung steht. Aus diesem Grund besteht eine starke Abhängigkeit zwischen dem Heizwert und dem Wassergehalt des Holz.

 

 Lufttrocknes Brennholz hat gegenüber frisch geschlagenem Holz

(waldfrisch)  den  doppelten  Heizwert.

Dies bedeutet, dass bei der Verfeuerung von lufttrockenem Holz nur halb soviel Brennstoff für den gleichen Energiebedarf benötigt wird. Das Brennholz muss deshalb ausreichend getrocknet sein. Frisches Holz enthält ca. 50 – 60 % Wasser. Während der ein- bis zweijährigen Lagerung sinkt der Wassergehalt auf 15 – 20 % ab. Bei der Trocknung sollte der Lagerplatz möglichst überdacht, Südseite und gut durchlüftet sein. Die Trocknungsdauer hängt von der Holzart ab: Pappel und Fichte benötigen ca. ein Jahr, während Buche und Obstbäume zwei Jahre brauchen. Ist das Holz bei der Verbrennung noch zu feucht qualmt es sehr stark. Giftiges Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Ruß entstehen und dem Nachbarn „stinkt es“.  

Nur  trocknes  Holz  verbrennt  schadstoffarm !

In den festen „Aschen“ bleiben die mineralischen Bestandteile der pflanzlichen Grundsubstanz zurück. Nur ein geringer Anteil der Biomasse ist mineralischer Natur und verbleibt als Asche (bei Holz weniger als 0,5%). Es handelt sich bei der Asche um ein Gemisch von Elementen, hauptsächlich: Kalzium (Ca), Silizium (Si), Magnesium (Mg), Kalium (K), Phosphor (P) und Natrium (Na). 

Aufgrund ihres hohen  Mineralstoffanteils  sind  Holzaschen
(aus unbehandeltem Holz) sehr guter Dünger für den Garten.

Mit Holz zu heizen, hilft dem Wald. Denn für ein gesundes Wachstum müssen Wälder regelmäßig durchforstet werden. Das dabei gesammelte Holz bildet zusammen mit dem Bruchholz, das durch Schneelast oder Stürme anfällt, das Heizmaterial. Wertvolle Düngestoffe verbleiben mit den Früchten und Laub im Wald und bilden den Humus. Der Nachwachsende Rohstoff Holz überzeugt durch wesentliche Vorteile: Die Waldpflege ist wirtschaftlich, neue Absatzmärkte entstehen, begrenzte Energieressourcen werden geschont, die Luft wird nicht durch zusätzliche CO2-Emissionen belastet, Holzfeuer bringen die angenehme und besonders gesunde Strahlungswärme mit modernen Komfort in die Häuser zurück – ein Naturerlebnis !

 

Emissionsverhalten

Holz enthält kaum Bestandteile, die nach der Verbrennung negativ auf die Umwelt wirken. Stickstoff, Schwefel und Chlor sind im Holz in sehr geringen Mengen vorhanden. Auch Distickstoffoxid N2O (Lachgas) wird bei der Verbrennung nur in geringen Mengen gebildet. Kohlenwasserstoff-Emissionen CxHy bei Holzfeuerungen sind zwar geringer als bei Kohlefeuerungen, können aber bei Kleinfeuerungen mit unzulänglichem Ausbrand relativ hohe Emissionswerte ergeben. In optimierten Verbrennungssystemen ist der Emissionsgehalt an CxHy sehr niedrig. Bei gutem Ausbrand werden sie, ebenso wie das Kohlenmonoxid, oxidativ zerstört.

 

Positive Energiebilanz

Die in biogenen Festbrennstoffen enthaltene Energie ist nichts anderes als die durch die Photosynthese der Pflanze gespeicherte Sonnenenergie. Die tatsächliche Energieausbeute wird durch das Input / Output – Verhältnis wiedergegeben. Entsprechende wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die durch die Photosyntheseleistung der Pflanzen gewonnene Energie die für deren Erzeugung notwendige fossile Energie bei weitem überragen (= positive Energiebilanz). Und das um das etwa 5-10fache je nach betrachtetem Biobrennstoff. Bei einem Verhältnis 1:10 heißt das, dass durch die Nutzung eines Biobrennstoffs zehn mal mehr Energie gewonnen, als durch dessen Produktion verbraucht wird. Durch reduzierte Düngemittelgaben (extensivierter Landbau) ließe sich die Effizienz der Energieausbeute noch steigern. Biogene Brennstoffe können einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung leisten.

 

 Ausgeglichene CO2-Bilanz (Klimabilanz)

Während bei der Verbrennung fossiler Energieträger vor Millionen von Jahren gespeichertes, zusätzliches CO2 in die Atmosphäre eingetragen wird, setzt die Verbrennung von Biomasse nur jene Menge CO2 frei, die zuvor durch das Pflanzenwachstum kurzfristig der Atmosphäre entzogen wurde. Die gleiche Menge CO2 würde auch der Verrottungsprozess der Biomasse freisetzen – jedoch ohne Energiegewinn. Es kommt also bei der Verbrennung von Biomasse zu keinem zusätzlichen Eintrag von CO2 in die Atmosphäre. Bei der landwirtschaftlichen Produktion der Biomasse werden fossile Energieträger eingesetzt, womit entsprechende CO2-Emissionen verbunden sind. Aber auch hier zeigt sich, dass über den Vergleich der gesamten Lebenswege hinweg die CO2-Bilanz zugunsten der Bioenergieträger ausfällt. Biomasse kann einen deutlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen liefern.

 

 

 - Verdichtung von holzartiger Biomasse

Energetisch verwertbare Holzreste aus Produktionsprozessen wie Sägen, Hobeln, Fräsen fallen in aller Regel ganzjährig an. Das Verdichten von Schüttgütern, Holzhackschnitzeln und Holzstaub/-mehl kann durch Brikettierung oder Pelletierung erreicht werden.

- Brikettierung

Holzspäne haben von Natur aus ein niedriges spezifisches Gewicht (100 bis 250 kg/m3) und machen für eine lose Lagerung die Schaffung entsprechend großer und teurer Bunkervolumen notwendig. Seit Jahrzehnten werden deshalb Brikettieranlagen zur gezielten Komprimierung von Holzstäuben und Spänen eingesetzt.

- Pelletierung

Die gleichen Überlegungen, die zur Holzspänebrikettierung geführt haben, liegen auch der Pelletierung zugrunde, d. h. Volumenverminderung und einfachere, staubfreie Handhabung des feinstückigen Brennstoffs. Vorteile beider Verfahren: hohe Energiedichte, ideale Dosierbarkeit, handliche Verpackung, riesel- und blasfähig, minimaler Ascheanfall. Vorteil der Pelletfeuerung:  bedienungsfreundlich und wartungsarm, sehr hoher Wirkungsgrad (bis zu 95 %), automatische Wärmebereithaltung, geringes Lagervolumen. Nachteil: höhere Investitionskosten.


Empfehlung für Interessierte: "Holzpellet-Heizungen" - Planung . Installation . Betrieb, 2006, 93 Seiten, ISBN 3-96896-19-4, Frauenhofer-Informationszentrum, 70569 Stuttgart

Die so genannten Kleinstfeuerungsanlagen (Anlagenleistung unter 15 kW) unterliegen nicht der 1. Bundes-Imissionsschutzverordnung (1.BImSchV). Allerdings dürfen hier nur einige wenige Brennstoffe wie naturbelassenes, stückiges Holz, einschließlich anhaftender Rinde, wie beispielsweise Scheitholz, Hackschnitzel sowie Reisig und Zapfen verbrannt werden. Die übrige Biomasse, z.B. Stroh, ist nicht zugelassen. Bei allen Holzfeuerungsanlagen sollte trockenes Holz (unter 20 % Feuchte) eingesetzt werden.

ð individuellesheizen.de

Nachwort

 Umweltschutz kostet Geld und mit Umweltschutz läst sich Geld verdienen. Seriosität ist deshalb gefragt, wenn es um sinnvolle Maßnahmen zum Umweltschutz geht, kein kurz entschlossener Aktivismus, sondern wohl überlegtes Handeln. Lassen Sie sich darum von wirklich neutraler Stelle beraten, wenn Sie Ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

 

Wir haben die Zukunft in der Hand!  Beispiel Ozon (O3):  Der Stopp der FCKW-Produktion und die Umstellung auf andere Kühlmittel zeigt bereits erste positive Auswirkungen. Der stratosphärische Ozonabbau verlangsamt sich nachweislich und wird sich, amerikanischen Wissenschaftlern zu Folge, bald umkehren. In 50 Jahren, so wird vermutet, könnte das Ozonloch wieder ganz geschlossen und der natürliche UV-Strahlungsschutz der Erde wieder hergestellt sein. Mit einer sinkenden Hautkrebsrate wird dies der Weltbevölkerung gedankt werden und einen Komfortverzicht haben wir durch die Umstellung der Kühlmittel nicht erlitten. Ozon hat die Industriegesellschaft aber auch im Sommer direkt belastet. In Bodennähe entsteht das Reizgas bei starker Sonneneinstrahlung u. a. aus Autoabgasen, die mit dem Luftsauserstoff unter Sonneneinwirkung zum Sommersmog führen. Durch PKW-Katalysatoren und andere Techniken wurden die Vorläufersubstanzen des Sommersmogs in den vergangenen Jahren um bis zu 50 Prozent reduziert. Eine deutlich geringere Ozonbelastung der Atemluft konnte dadurch erreicht werden. Viele sensible Menschen haben das bereits positiv gespürt.

Wir sollten bei der Schonung der fossilen Energieressourcen ähnlich vorgehen und für einen geringeren Verbrauch eben so sorgen wie für eine Umstellung auf regenerative Energiequellen, wo immer es möglich, wirtschaftlich vertretbar und sinnvoll ist.

 

Wir sind dabei und wenn Sie mitmachen möchten beraten wir Sie gerne!

 Die Beschreibung geeigneter Öfen, Heizkamine und Pellet-Feuerungsanlagen finden Sie unter der Rubrik:   ð Ofen & Kamin

Weitere Informationen finde Sie unter:  ð Nachwachsende Rohstoffe

Eine Literaturliste zu diesen und anderen Themen finden Sie unter:    ð Literaturverzeichnis

 

ð Thema-Energie.de

ð unendlich-viel-Energie.de

 

Danke für Ihr Interesse,

Ihr Bezirksschornsteinfegermeister

Sven Feddersen               nach oben