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Thermische S O L A R E N E R G I E – SonnenwärmeIm Innern der Sonne verschmelzen bei Temperaturen um 16 Millionen Grad Wasserstoffkerne zu Heliumkernen. Die bei dieser Fusion pro Sekunde frei werdende Energiemenge (385 Millionen Billiarden Kilowatt / 3,85 . 1026) würde ausreichen, den heutigen Energiebedarf der Menschheit für eine Million Jahre zu decken. Doch kommt zum Glück nur ein geringer Teil dieser Energiemenge auf der 150 Millionen Kilometer entfernten Erde an (~1,3675 kW/m2 = Solarkonstente). An einem Tag erreicht die Erde immer noch 50-mal mehr Sonnenenergie, als die Weltbevölkerung in einem ganzen Jahr verbraucht. Die Intensität der Sonneneinstrahlung auf der Erde nimmt mit der Entfernung der Breitengrade vom Äquator beständig ab. Hier entstehen auch, je nach Jahreszeit, noch erhebliche Schwankungen. Gerade im Winter, wenn besonders viel Wärme benötigt wird, erreicht die Sonneneinstrahlung ihr Minimum. Die Sonne steht im Winter niedrig am Himmel. Die Sonnenstrahlen müssen einen sehr weiten Weg (schräg durch die Atmosphäre) zurücklegen, um uns zu erreichen und werden dabei abgeschwächt. Zur Heizungsunterstützung taugt die Strahlung nun nicht mehr. Im Sommer ist es umgekehrt: Die solare Einstrahlung ist höher aber es besteht kaum Bedarf an Heizwärme. Schaubild: jährliche Solarenergieeinstrahlung in Kilowatt pro m²
In Deutschland wurde 2008 der Wärmebedarf zu 0,3 % durch solarthermische Anlagen gedeckt (Europa: 0,1 %) ! (Quelle: SBZ, 11/2008 sbz-online.de)
Warmwasser
möchte der Mensch ständig zur Verfügung haben. Im Sommer kann die
Energie zur Warmwasserbereitung auch in unseren Breitengraden über
Solarkollektoren abgedeckt werden. Bis zu 65% solare Abdeckung der Energie
für Warmwasser kann im Laufe eines Jahres erreicht werden. Doch Vorsicht:
Zur Kosteneinsparung führt der Einsatz von Solartechnik im
Eigenheim noch nicht: Im deutschen Energiemagazin „Brennstoffspiegel“ (1/2003) wird vorgerechnet, dass bei heutigen Brennstoffpreisen eine
Refinanzierung erst nach 75 Jahren erreicht wird. Kein Fachmann geht von
einer finanziellen Amortisation während der Lebensdauer der Anlage aus. Eine
Solaranlage sollte also mit dem Ziel angeschafft werden, einen persönlichen
Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Es darf auch nicht vergessen
werden, dass eine thermische Solaranlage regelmäßig gewartet werden muss, um
eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten. Durch dass jährliche Spindeln der Wärmetauscherflüssigkeit (zur
Sicherstellung des Frostschutzes im Winter) entstehen Wartungskosten, aber auch
die Anlagentechnik ist zu überprüfen. Solaranlagen müssen extra
versichert werden. Hausrat-, Glasbruch-, Gebäude- oder
Elementar-Schadensversicherungen decken Schäden an Solaranlagen in der Regel
nicht ab.
5.000,- € : 12,5% Ihrer Jahres-Brennstoffkosten
=
Jahre Amortisationszeit Damit eine thermische Solaranlage langfristig Energie umwandelt, muss die Wärmeträgerflüssigkeit regelmäßig ersetzt werden. Auch sollten die Rohrleitungen mit einem Solarreiniger gespült werden. So lassen sich Blockaden und Ablagerungen entfernen. Sie beeinträchtigen sonst die Effizienz der Anlage und beschleunigen den Polypropylenglykolabbau in der Solarflüssigkeit. Schäden an der Solaranlage sind in der "normalen" Gebäudeversicherung meistens nicht abgedeckt. Hierfür bieten die Versicherer eine spezielle Solaranlagen-Versicherung an.
Neu ist der Solar-Anlagenpass. Hier dokumentiert der Installationsbetrieb die Qualität der Anlage nach den Stand der Technik und die fachgerechte Montage. Schlüsselkomponenten der Anlage werden genannt, Prüfberichte runden den Pass ab. Versicherungen gewähren oft einen Preisnachlass in der Beitragszahlung, wenn ein Anlagenpass den sicheren Betrieb der Anlage dokumentiert. Die Photovoltaikanlage ist in die bestehende Blitzschutzanlage des Gebäudes zu integrieren und extra abzusichern. Ragt die Solaranlage über die normale Dachfläche hinaus, muss evtl. ein eigenes Blitzschutzsystem eingebaut werden. Die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage müssen Hauseigentümer der Bundesnetzagentur mitteilen, sonst bekommen Sie kein Geld für den ins Netz eingespeisten Strom. Als Stromerzeuger werden Sie dann zum Kleinunternehmer und genießen einige Steuervorteile - zahlen aber auch Steuern auf die Gewinne aus der Stromerzeugung! Die ideale Anwendung für Solartechnik sind Klimageräte. Hier steht der Energiebedarf in direkten zeitlichen Zusammentreffen mit der höchsten Sonneneinstrahlung. Auch die solare Beheizung von Freibädern im Sommerhalbjahr ist sinnvoll. Informationen zu den aktuellen Förderkonditionen für Solaranlagen der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finden Sie unter: www.solarfoerderung.de + www.eghh.de
Damit die thermische Solaranlage im Winter nicht einfriert besteht die Solarflüssigkeit aus Wasser mit einem Frostschutzmittel (meist Propylenglykol im Verhältnis 60:40). Die Flüssigkeit sollte, wie der Kühlerfrostschutz im Automotor, jährlich gespindelt werden um Schäden auszuschließen. Muss die Solarflüssigkeit ausgewechselt oder entsorgt werden, ist sie als "Sondermüll" zu behandeln und muss in der entsprechenden Sammelstelle entsorgt werden. Bevor Sie sich als Bauherr festlegen, was zu Ihrer Sonnenwärmeanlage gehören muss, ermitteln Sie anhand der folgenden Checkliste:
Die Checkliste nützt auf dreierlei Weise:
Die Checkliste "Augen auf beim Solarkauf" entstammt der fortlaufenden Zusammenarbeit zwischen dem Bund der Energieverbraucher e.V., der Technischen Universität Freiberg und Soli-Fer Solardach GmbH.
Anschaffungskosten für eine Solaranlage können gemäß einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. IX R 52/02) als "Erhaltungsaufwand" geltend gemacht werden; eine Steuerersparnis ergibt sich somit von Beginn an. Die Anschaffungskosten können auf den Mietzins aufgeschlagen werden. Bei den gegenwärtigen Brennstoffpreise macht die Mieterhöhung allerdings meist immer noch mehr aus, als an Heizkosten eingespart wird. Weitere Informationen:
Photovoltaik – Strom von der Sonne
Die Photovoltaik ist mit
maximal 14% Wirkungsgrad für Privathaushalte wirtschaftlich
indiskutabel. Die hohen Herstellungskosten der Siliziumzellen lassen eine
ökonomische Nutzung nur in einigen exponierten Anwendungen zu (z.B. für
Parkticket-Automaten). Die Gewinnung von reinem Silizium ist extrem
energieaufwendig und daher wenig umweltfreundlich. Noch in den Kinderschuhen
steckt die Erforschung von kostengünstigen transparenten Kunststofffolien,
die photovoltaisch Strom erzeugen. Auch hier muss die großflächige Anwendung
(z.B. als Beschichtung auf der Gebäudehülle oder Fensterscheiben) noch sehr
viel effektiver werden. Aber die Zukunft lässt hoffen! Die Norddeutsche
Affinerie hat hauchdünn beschichtete flexible Kupferbänder entwickelt die
Strom erzeugen. Sie sind deutlich kostengünstiger herzustellen als
herkömmliche Siliziumzellen. Gegenwärtig sind in Deutschland rund 350 MW in
Photovoltaikanlagen installiert, das entspricht rund 0,3% der gesamten
Kraftwerksleistung. Von der Solarenergie-Lobby wird gefordert, die
Einspeisevergütung ins öffentliche Netz, von gegenwärtig 48 Cent/kWh auf 90
Cent/kWh anzuheben, um eine kostendeckende Vergütung für Solarstrom zu
gewährleisten. Dafür soll auf steuergetragene Zuschüsse und Darlehen
verzichtet werden. Die in Photovoltaikanlagen erzeugte elektrische Energie
ist ca. 30 mal teurer als konventionell erzeugter Strom. Der für die
Herstellung von Silizium-Solarzellen erforderliche Energieaufwand ist in
fünf bis sieben Jahre Betriebszeit wieder von der Anlage erwirtschaftet. Die
niedrige Volllaststundenzahl der Anlagen (bedingt durch nächtliche
Lichtpausen und bewölkten Himmel) verhindert die Wettbewerbsfähigkeit von
Photovoltaikanlagen auf absehbare Zeit, auch wenn die Anlagen inzwischen die
diffusen Lichtstrahlen nutzen können.
ð Hamburger Solarförderprogramme
Die Solarhybrid-Technologieist eine neu entwickelte Kombination zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Sonnenstrahlung bietet verschiedene Spektren zur Energiegewinnung:
Sichtbares Licht wandelt die Fotovoltaik in Strom um, Infrarotstrahlung
wandelt die thermische Anlage in Wärme um. Die Fotovoltaikzellen werden
dabei über
100°C heiß, verlieren über 25°C jedoch mit zunehmender Temperatur an
Effizienz. Die Solarhybrid-Technologie stoppt die Aufheizung bei ca. 60°C.
Der thermische Kreislauf unter den Zellen führt die Wärme aus dem Kollektor
ab. Am effektivsten arbeiten die Kollektoren, wenn wie bei einer
Schwimmbadheizung oder in Krankenhäusern ständig warmes Wasser gebraucht
wird. Trotz des technischen Fortschritts hat die Solarenergienutzung
hierzulande noch einen großen Nachteil: Im Winter gibt es zu wenig Sonne und
im Sommer wird fast immer zu viel Energie Produziert. Es fehlen noch immer
ökonomische Speichermedien, die überschüssige Energie des Sommers bis zum
Winter speichern können. Ihre Entwicklung steckt leider noch in den Kinderschuhen.
Werbeaussagen, die
suggerieren, dass eine Wärmepumpe zum Heizen mit Solarstrom vom eigenen Dach
versorgt werden kann, sei nicht zu trauen, betont die Fachzeitschrift
"Sonnenenergie" (1/2008): "Der überwiegende Strom wird nicht während der
Heizperiode erzeugt, und das Stromnetz kann nur bedingt als Speicher genutzt
werden." Die Idee einer solchen autarken Versorgung aus regenerativen
Energien sei eine Vision, könne sogar kontraproduktiv wirken. "Würde man zum
überwiegenden Teil mit Wärmepumpen heizen wollen, würde dies zu einem
verstärkten Ausbau der Kraftwerkskapazitäten führen", schreibt der Autor
Matthias Hüttmann von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, denn der
Stromverbrauch ist im Winterhalbjahr höher als im Sommer. Zum Teil werde
sogar damit geworben, dass sich mit der Solarstromvergütung auch die
Wärmepumpe finanzieren lasse. Das ist alles andere als seriös. Die
Stromvergütung geht komplett für die Finanzierung der Solaranlage drauf!
Vorsorglicher Rückruf von
BP
Solarprodukten Bei einigen
BP Solar Photovoltaik-Produkten,
die ab 2003 installiert wurden, wurde ein
potentielles Sicherheitsrisiko festgestellt. Es besteht die Möglichkeit,
dass die elektrische Isolierung Schäden aufweist. Unter Umständen kann es zu
einem elektrischen Kurzschluss zwischen den Leiterbahnen im
Photovoltaik-Modul oder Photovoltaik-Laminat und der tragenden Konstruktion kommen. Die
Gefahr eines Stromschlags bei Berührung der Anlage kann nicht vollständig
ausgeschlossen werden. Um jegliches Risiko zu vermeiden, werden vorsorglich
alle Solarprodukte (ab 2003) einer intensiven Überprüfung unterzogen
bzw. ausgetauscht. BITTE BERÜHREN SIE AUF KEINEN FALL DIE MODULE / LAMINATE Sofern Sie
diesen Sicherheitshinweis beachten,
Windenergie
Wie hinter fast allen
Energieformen auf der Erde steckt auch hinter der Windenergie die Sonne als
treibender Motor. Sonne und Wasserkreislauf bilden auf dem Globus Zonen mit
hohen und tieferen Atmosphärendruck. Die Luft strömt vom Hochdruckzentrum
zum Tiefdruckzentrum – Wind entsteht. Er treibt die großen Rotoren der
Windkraftanlagen an, die in nachgeschalteten Generatoren (dem Fahrraddynamo
gleich) Strom erzeugen.
Vielfach werden diese
modernen „Windmühlen“ jedoch als optische Umweltverschmutzung angesehen die
das Landschaftsbild beeinträchtigen, Geräusche emittieren und Schlagschatten
werfen. In Schleswig-Holstein starben bereits etliche Seeadler und
Zugvögel in den
Rotoren der Windkraftanlagen. Die Einwände sind letztlich nicht vollständig
auszuräumen; schließlich aber sollte die Güterabwägung den Ausschlag geben.
Als Vorzüge der Windkraftwerke
gegenüber erschöpflichen, aber auch anderen erneuerbaren Energieformen
zählen die Befürworter auf: Windkraftanlagen verzehren keine betrieblichen
Energierohstoffe, emittieren keine Treibhausgase oder sonstige Schadstoffe,
erzeugen keine radioaktiven Spaltprodukte und verursachen nur einen
minimalen tatsächlichen Landschaftsverbrauch (der
Turmquerschnitt am Boden und die Zufahrtswege). Unter den Rotoren bleibt die
landwirtschaftliche Nutzung des Bodens möglich.
Windkraftkritiker argumentieren hingegen:
Konventionelle Kraftwerke können durch Windkraftanlagen ergänzt aber
keinesfalls ersetzt werden. Im Gegenteil. Viele Windkraftanlagen benötigen
Erregerstrom (Magnetisierungsstrom) zur Umwandlung der Bewegungsenergie in
elektrische Energie. Diesen „Blindstrom“ können sie nicht selbst herstellen.
Ohne konventionellen Kraftwerksstrom können die Windkraftanlagen, selbst bei
guten Windverhältnissen, keinen Windstrom erzeugen. Da es auch mal
„Windflauten“ gibt, muss für jedes Wind-Kilowatt ca. die gleiche Menge an
Reservekapazität in konventionellen Kraftwerken bereitgehalten werden. Mehr
Windkraft bedeutet also, dass auch noch mehr konventionelle Kraftwerke
gebaut (oder ausgebaut) werden müssen. Die E.ON Energie AG schätzt in ihrem
„Energie Panorama“ (11/2002), dass Windkraftanlagen nur etwa 15 Prozent der
„traditionellen“ Stromerzeugung ersetzten können. Das bedeutet, dass die
derzeit in Deutschland installierte Windkraftkapazität von rund 10.000 MW
nur rund 1.500 MW gesicherte Leistung ersetzen können. Ihr tatsächlicher
Anteil an der Stromproduktion beträgt ca. fünf Prozent. In der
ZDF-heute-Sendung vom 6.8.03 wurde vorgerechnet, dass die
Windkraftförderung insgesamt 2,6 Mrd. € kostet. Bei rund 50.000 Jobs in der
Windkraftbranche wird jeder Arbeitsplatz auf diese Weise mit etwa 52.000 €
jährlich subventioniert (wenn auch nicht aus Steuermitteln, so doch über
Millionen Stromrechnungen). Die Zeche zahlt am Ende immer der Verbraucher.
Die Auslastung der Windkraftanlagen betrug im Jahre 2003 im Durchschnitt 17
%. Bei besserem Windangebot könnten rund 20% erreicht werden. Zum
Vergleich: Wasserkraftanlagen erzielen im Mittel 68 % Auslastung.
Neuerdings wird vermehrt auf Offshorewindparks
in den Gewässern der deutschen Bucht gesetzt. Doch auch hier sind die
Auswirkungen auf die maritime Welt genau zu prüfen. Die Offshoretechnik ist
aufwendig und teurer. Dafür ist die „zeitliche Windausbeute“ wesentlich
höher als an Land. 21 Windparks sind in der Nordsee beantragt, zwei sind
bislang genehmigt worden. Schon aus Platzgründen können nicht alle Windparks
realisiert werden. Bis 2020 wird ein Potential von 10.000 MW
Offshore-Windenergie gegenüber 45.000 MW Onshore erwartet.
Die
Windenergie lieferte im „windarmen“ Jahr 2002 mit 17 Mrd. kWh rund drei
Prozent der deutschen Stromerzeugung. Im ersten Halbjahr 2003 sank die
„Ausbeute“ mit 8,95 Mrd. kWh um rund neun Prozent, obwohl die Zahl der
Anlagen um sieben Prozent stieg (auf 14.283 Anlagen). Ende September 2004
drehten sich 16.017 Windräder bundesweit, der Exportanteil stieg auf 58 %.
Seit 2003 geht der
Bau von Windrädern für den heimischen Markt
jedoch wieder zurück. Laut BWE lag das Minus im ersten Halbjahr 2007 bei 25
%. "Ein Hinweis, dass sich die Rahmenbedingungen für Windkraft verschoben
haben", so der Präsident des Bundesverbandes der Windenergie Hermann Albers
zum Abschluss der Leitmesse "Husum Wind" 2007.
Strom aus dem Meer: Erstes Kraftwerk wurde vor Schottland
montiert.
Die
Ocean Power Delivery Ltd (OPD)
aus Edinburg entwickelte das weltweit erste schwimmende
Meereswellenkraftwerk. Der Prototyp "Pelamis" ging im April 2004 vor den Orkney-Inseln im Norden Schottlands ans Netz.
Das 120 m lange, 750 t schwere und in 50 m Tiefe verankerte
Kraftwerk bewegt sich schlangenähnlich mit Scharniergelenken, an denen
hydraulische Motoren die mechanische Energie vom Auf und Ab und den
Seitwärtsbewegungen der Wellen in Strom umsetzen.
Der Internationale Weltenergierat in London errechnete, dass Wellenkraft 15%
des weltweiten Strombedarfs decken könnte, in Großbritannien sogar ein
Viertel. Wellenstrom kostet derzeit 7 bis 10 Cent pro kWh, durch größere,
serienmäßig produzierte Kraftwerke wollen die Entwickler den Preis binnen
zehn Jahren auf 4 Cent pro kWh drücken.
Die Auslastung von Wasserkraftanlagen ist, im Vergleich mit solartechnischen
Anlagen, sehr hoch.
Erst vor kurzem wurde
deutlich, welche Risiken auf See drohen, als Forscher wahre Monsterwellen
sogar in der Nordsee entdeckten. Mit modernen Messgeräten gehen die
Wissenschaftler dem Rätsel der Wellen auf den Grund, denn sie sehen darin
eine Energiequelle, die mächtiger ist als jede andere - und die niemals
versiegt. Die Ozeane bergen ein gigantisches Energiepotenzial, das bislang
kaum genutzt wurde. Wissenschaftler versuchen mit neusten Technologien
dieses Reservoir anzuzapfen, um Alternativen zu fossilen Energieträgern zu
schaffen. Aber auch die Nutzung der Wasserkraft im Binnenland durch Stauseen
und Wasserturbinen hat nach wie vor große Bedeutung. Für mache Regionen ist
sie der Garant für Elektrizität.
Der
Energiestrom, der mit der Wärme aus dem Erdinneren an die Oberfläche dringt,
beträgt im Durchschnitt lediglich 0,08 Watt pro Quadratmeter. Dieser
schwache Energiestrom macht den Oberflächen-Erdwärmepumpen das Leben so
schwer, da sie eine relativ hohe Aufwandsenergie von außen benötigen
(meistens STROM). In der Tiefe sieht die Situation etwas anders aus: Alle
100 Meter steigt die Umgebungstemperatur um ca. 3°C an. Doch das
Herauffördern der Wärmeenergie ist ebenfalls mit einem hohen
Energieverbrauch verbunden.
Das (theoretische) technische Potential der geothermischen Stromerzeugung in Deutschland liegt beim 600-fachen des
deutschen Jahresstrombedarfs. Entnimmt man jedoch nur soviel Tiefenwärme,
wie aus dem Erdinnern ständig nachströmt, ergibt sich daraus ein jährliches
Angebotspotential von 300 Terawattstunden. Das entspricht immerhin rund 60 Prozent des
derzeitigen deutschen Stromverbrauchs. Die Erdwärme kann neben Strom aber
auch gleichzeitig als Heizwärme dienen. Die Wirtschaftlichkeit geothermischer Anlagen verbessert sich durch die gleichzeitige Nutzung ganz
entscheidend. Die Kosten von Erdstrom liegen allerdings
deutlich über
denen
anderer regenerativer Stromquellen (mit Ausnahme der Photovoltaik). Anders
als bei anderen regenerativen Systemen ist Erdstrom aber verlässlich
verfügbar (tages- und jahreszeitlich unabhängig). Unter Umweltgesichtspunkten ist der Erdstrom sehr vorteilhaft, da nur sehr
geringe Emissionen entstehen. Nimmt man als Szenario an, dass fünf Prozent
der Stromerzeugung durch Erdwärme bereitgestellt würden, wären dafür 350
Anlagen mit einer Leistung von je 10 Megawatt erforderlich. Je Kraftwerk
müssten dafür 70 Millionen Euro investiert werden, also insgesamt 24,5
Milliarden Euro. Die Technologie befindet sich noch weitgehend im
Forschungs- und Entwicklungsstadium. weitere Infos:
ð geothermie.de
Mit dem „Marktanreizprogramm zur Nutzung
erneuerbarer Energien“ (MAP), das 1999 startete, motiviert das
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) dazu, die neuen
Energietechnologien zu nutzen und mildert damit die meist deutlich höheren
Kosten für den Endverbraucher etwas ab. Bereits Mitte August waren die
Fördermittel 2006 schon wieder aufgebraucht. Zwar wurde für 2007 das Budget
um ca. 21% erhöht. Dennoch ist es höchst ratsam sehr schnell zu reagieren,
wenn Sie nicht, wie viele Verbraucher, leer ausgehen wollen. Immer öfter
werden Anträge nicht mehr angenommen oder bereits gestellte abgelehnt, weil
der Fördertopf leer ist.
Der Bund fördert mit dem
Marktanreizprogramm den Bau von:
-
-
Wärmepumpen
-
Wasserkraftanlagen
-
Geothermieanlagen
-
Solarkollektoren
-
Biomassekessel
-
Biogasanlagen
Nicht gefördert werden:
-
Eigenbauanlagen und Prototypen
-
Gebrauchte Anlagen
- Biomasseanlagen
(für Holz aus gewerblicher Be- und Verarbeitung)
-
Einzelfeuerstätten (Öfen zur Beheizung nur eines
Raumes)
-
Verbrennungsanlagen für Abfälle und ähnliche brennbare Stoffe
Förderprogramme
der Kreditanstalt für Wiederaufbau
ð (KfW)
in
Deutschland das weitaus größte Potenzial.
In
Deutschlands Wäldern wachsen jährlich 60 Millionen Festmeter Holz zu. Der
jährliche Holzeinschlag liegt bei 40 Millionen Festmetern. Durch die
insgesamt vorhandene Biomasse könnten etwa 5% des derzeitigen fossilen
Energieeinsatzes in Deutschland nachhaltig ersetzt werden. Zusammengenommen
betrachtet sind damit durchaus noch erhebliche Möglichkeiten einer
verstärkten Nutzung der Biomasse gegeben. Zudem kann Biomasse zur
Verminderung der CO2–Belastung
beitragen, weil sie in der Gesamtbilanz vom beginnenden Wachstum bis zum
Ende des Verbrennungsprozesses als weitgehend CO2-neutral
anzusehen ist. Während des Pflanzenwachstums wird CO2
aus der Luft, mit Hilfe des Sonnenlichts (Photosynthese), in Sauerstoff
umgewandelt. Exakt diese Menge CO2
wird bei der energetischen Nutzung mit den Abgasen wieder an die Umgebung
abgegeben und von den nachwachsenden Pflanzen wieder aufgenommen. Auch beim
Verrottungsprozess des Pflanzenmaterials im Erdboden würde exakt diese Menge
CO2
wieder entstehen und in die Atmosphäre gelangen. Ein Kreislauf bzw. eine
neutrale CO2–Bilanz.
Pflanzen und Bäume speichern Sonnenenergie, Produzieren Sauerstoff und
wachsen wieder nach. Meeresalgen binden ca. 50 % des vom Menschen
verursachten CO2 und produzieren etwa zwei Drittel des globalen
Sauerstoffs.
Bei
wolkenlosem Himmel fallen auf jeden Quadratmeter Erdoberfläche im
Durchschnitt 1.000 Watt, bei Bewölkung kann dieser Wert auf 50 Watt sinken.
Etwa 0,1 % dieser Energie wird von Land- und Wasserpflanzen in Biomasse
umgewandelt und gespeichert. Dieser Wert erscheint zunächst gering, da sich
dies jedoch täglich auf der gesamten Erdoberfläche wiederholt, stellt die
Biomasse insgesamt ein großes Energiepotential dar. Allein der jährliche
Biomassezuwachs in den Wäldern der Erde (170 Milliarden Tonnen) entspricht
etwa dem 25-fachen Energieäquivalent der jährlich geförderten Erdölmenge.
Der Sonne verdanken wir fast sämtliche fossilen und erneuerbaren Energien
auf der Erde. Auf acht Prozent der deutschen Ackerflächen wurde 2003
nachwachsende Rohstoffe angebaut. Damit wurden zwei Prozent des deutschen
Primärenergieverbrauchs über Biomasse bereitgestellt. Dieser Anteil lässt
sich leicht auf acht bis neun Prozent erhöhen. Mit der dadurch
verbundenen jährlichen Einsparung von 95 Mio. Tonnen CO2 könnten
rund 38 Prozent des Klimaschutzziels erreicht werden.
Zur
Energiegewinnung sollte möglichst nur Biomasse genutzt werden, die für höherwertige
Verwendungsmöglichkeiten weniger geeignet ist. Gefällte Bäume könnten,
passend zugeschnitten, direkt als Brennstoff dienen. Forstwirtschaftlich
erzeugtes Holz ist jedoch ein sehr wertvolles Material, das als Baustoff in
der Holzindustrie bessere wirtschaftliche Verwendung findet. Es kann später
in Form von Abrissholz als Brennstoff dienen. Aber auch die Rückstände der
holzverarbeitenden Industrie, wie Rinde, Sägemehl und Restholz, können so
genutzt werden. Die energetische Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen
Nutzpflanzen bietet eine gute Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Zusätzlich
entstehen durch den Anbau von Energiepflanzen neue Absatzmärkte und für die
Land- und Forstwirtschaft sowie den Brennstoffhandel. Ökologische und
ökonomische Kreisläufe mit regionaler Wertschöpfung entstehen.
-
Chinaschilf (Miscanthus) Eine mehrjährige Landschilfpflanze,
die ab dem dritten Jahr Wuchshöhen bis zu vier Meter erreicht und sich vegetativ
vermehrt. Sie stammt aus Asien und wird in vielen deutschen Gärten als
Zierpflanze kultiviert. Seit etwa 10 Jahren wird der Anbau von Chinaschilf
in Deutschland erforscht. Die Pflanzung erfolgt im Mai. Erträge ab dem
dritten Jahr: 10 - 22 t Trockenmasse / ha.
-
Hanf
(die energetische Nutzung wird z.Z. in Österreich und
den Niederlanden untersucht)
-
Mais
(zur Erzeugung von Biogas durch Vergärung oder Maisstroh-Briketts / -Pellets)
-
Ölpflanzen
(z.B. Raps, Rübsen, Sonnenblume, ..., zur Brenn- und Kraftstoffherstellung)
-
schnell wachsende Baumarten
(z.B. Balsampappel, Weide, Aspe, Birke, Erle, Rubinie)
Das Chinaschilf (Miscanthus) bietet sich vor
allem als nachwachsender Rohstoff an. Aufgrund seines hohen
Siliziumgehaltes ist es als Baustoff sehr geeignet, während bei der
Verbrennung relativ viel Schlacke entsteht. Schon der Ertrag von einem
Hektar pro Jahr bietet ausreichend Material für ein Einfamilienhaus
mittlerer Größe.
Durch den Ersatz von fossilen durch biogene Energieträger werden nicht nur
die CO2-Emissionen
vermindert, sondern auch die mit der Produktion von fossilen Brennstoffen
einhergehenden Umweltauswirkungen weitgehend vermieden. Diese sind je nach
betrachtetem Energieträger unterschiedlich:
-
Erdöl:
Wird Heizöl ersetzt, werden auch die Belastungen der Weltmeere und
Landflächen durch Öleinträge reduziert. Insgesamt belaufen sich die in die
Weltmeere eingetragenen Ölmengen auf über 500.000 Tonnen Öl pro Jahr.
- Stein-
und Braunkohle:
Durch den Ersatz von Kohle durch
Biobrennstoffe werden die mit der Förderung einhergehenden
Umweltbelastungen reduziert. Beispielsweise wird das beim Kohlebergbau
anfallende Grubenwasser zum größten Teil direkt in die Flüsse gepumpt und
macht diese zur Trinkwasserverwendung unbrauchbar. Landschaftsverbrauch und
Abraum stellen neben dem treibhausaktiven Methan (Hauptbestandteil des
Grubengases) und Staub, der bei der Aufbereitung, dem Umschlag und Transport
in Größenordnungen von 0,2 kg pro Tonne Kohle freigesetzt wird, weitere
Belastungen der Umwelt dar.
-
Erdgas:
Bei
der Substitution von Erdgas werden im wesentlichen Methan-Emissionen
vermieden, die bei der Förderung und dem Transport von Erdgas entstehen. Die
Klimawirksamkeit von Methan CH4 ist 30 mal höher als von CO2.
1.)
Die Flächeninanspruchnahme
(wird bei nachwachsenden Rohstoffen
kontrovers diskutiert)
2.)
Verringerung der Artenvielfalt
(bei
großflächiger, nutzungsintensiver Landbewirtschaftung)
3.) Belastung von Grundwasser
und Gewässern mit Nitrat
(bei
Düngung / Eintrag von Gülle)
4.) Wasserverknappung
(durch eine erwartete Verdoppelung des
landwirtschaftlichen Wasserverbrauchs bei der Massenproduktion von
Biobrennstoffen)
5.)
Beitrag zum stratosphärischen Ozonabbau
(durch Lachgas). Wie schon erwähnt
ist die Klimabilanz nachwachsender Energieträger, nicht nur durch deren CO2–Neutralität
positiv gegenüber fossilen Energien.
Die
bedeutendste Kulturpflanze zur Ölgewinnung in Deutschland ist die
Rapspflanze. Aus ihr lassen sich Rapsöl bzw. nach chemischer Umesterung
(Veränderung des molekularen Aufbaus) Rapsölmethylester gewinnen – auch
Biodiesel genannt. Das Rapskorn enthält ca. 40-45% Rapsöl. Bei der
anschließenden Extraktion wird das restliche Öl durch das Lösungsmittel
Hexan aus dem Rapskuchen herausgelöst. Da das gewonnene Rapsöl noch nicht
motorentauglich ist, muss es weiter aufbereitet werden. Dies kann durch eine
chemische oder physikalische Raffination geschehen. Beide Verfahren bestehen
aus verschiedenen Schritten, für die meist mehrere Varianten existieren.
Physikalische Raffination (Destillation) oder chemische Raffination:
Entschleimung / Entsäuerung / Entfärbung /
Dämpfung (Desodorierung). Bei der Umesterung werden die physikalischen
Eigenschaften des Pflanzenöls an die Anforderungen der auf Dieselkraftstoff
abgestimmten Motoren angepasst. Dazu wird das Rapsöl in Verbindungen
gespalten die herkömmlichen Dieselkraftstoff wesentlich näher kommen als
Rapsöl und mit ca. 10% Methylalkohol versetzt. Auch zur Verwendung als
Heizöl sollte Rapsölmethylester (RME) eingesetzt werden, da Rapsöl nicht
ohne weiteres in modernen Heizanlagen eingesetzt werden kann.
Die Umwandlung
von Rapsöl in RME erfordert einen recht hohen Energieeinsatz. Aus
energetischer Sicht spricht also wenig für den Ersatz von
Mineralölprodukten durch RME. Doch die hervorragenden Umwelteigenschaften
(schnelle biologische Abbaubarkeit) rechtfertigen den Gebrauch von
Rapsölmethylester z.B. in Wasserschutzgebieten, Überschwemmungs- und
Hochwasserschutzgebieten sowie in anderen sensiblen Schutzzonen. RME ist in
21 Tagen zu ca. 95 bis 98% biologisch abbaubar, Mineraldieselkraftstoff nur
zu 20 bis 30%. Die EU überlegt z. Z. die grundsätzliche Beimischung von
Fettsäuremethylester bzw. Biodiesel dem konventionellen Dieselkraftstoff per
Verordnung vorzuschreiben. Dieses Gemisch soll problemlos in Dieselmotoren,
nicht aber in Öl-Zentralheizanlagen, eingesetzt werden können. Das Gemisch
entspricht der DIN EN 590 für Dieselkraftstoff. Heizöl darf nach DIN 51603-1
jedoch keine biogenen Bestandteile enthalten. Hersteller von Folien für die
Tankinnenauskleidung weisen darauf hin, dass Biodiesel diese Folien stärker
angreifen kann als mineralisches Öl.
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