Allgemeine und spezielle Informationen
zu
Öfen, Kaminen und Pellet-Feuerungsanlagen

 

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Kamin, Kachelofen, Ofen
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Ratschläge für den Kauf &
Anschluss von Kaminöfen

 

RAUCH & QUALM

Im Handel erhältliches (geschlagenes) Feuerholz / Holzscheite haben meistens einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt. Ebenso "frisch" geschlagenes Holz aus dem Garten oder Wald. Wird dieses Holz verbrannt entstehen Qualm, Geruchs- und Luftschadstoffe im erheblichen Umfang (bei gleichzeitig verminderter Energieabgabe des Brennstoffes an den Raum). Das Gleiche gilt übrigens auch für überlagertes Holz. Sie erkennen es nur daran, dass es sehr leicht und weich ist. Pilze und Mikroorganismen zersetzen die Zellulose des Holzes (nicht sichtbar!) im Laufe von Jahren bio-chemisch zu Eiweiß. Dieses (optisch einwandfreie) Holz verbrennt unter eben so ungünstigen Umständen wie feuchtes Holz! Verbrennen Sie auf keinen Fall Holz, dass bereits deutlich sichtbar Pilzbefall aufweist oder längere Zeit der Witterung ausgesetzt war!

Weitere Infos siehe hier unter  ðRauchbelästigung

 

Die Nebenwirkungen der Behaglichkeit:
Feinstaub aus Kamin und Holzofen

 

Feinstaub aus Kaminen
und Holz-Öfen verringern

 

 

Die richtige Lagerung von Scheitholz:

Erntefrisches Holz enthält 45 bis 60 % Wasser. Da im Kamin und Ofen nur luftgetrocknetes Holz mit einer Restfeuchte von max. 20% eingesetzt werden darf, (sonst räuchert es und die Verbrennung ist unwirtschaftlich!) muss das Holz vor dem Verbrennen trocknen. Je nach Holzart ein Jahr (Pappel und Fichte) bis 2½ Jahre (Eiche). Dabei ist unbedingt folgendes zu beachten:

- Holz gespalten lagern
- Holzstapel vor Regen schützen
- trockenen, belüfteten Untergrund schaffen
- möglichst windexponierten Lagerort wählen
- an Gebäudewänden die der Sonne zugewandte Seite bevorzugen
- Abstand zur Gebäudewand und anderen Holzstapeln: min. 10 cm
- Tagesverbrauch an Holz möglichst im beheizten Raum vorlagern

 

brennholz-deutschland.de

 

Woher kommt das Knistern?

Wenn es draußen knackig kalt ist, sehnt man sich nach wohliger Wärme. Offene Kamine, Heizkamine oder Kaminöfen sorgen dann für gemütliche Atmosphäre und Behaglichkeit. Kamin- und Ofenfeuer entwickeln manchmal ein Knistern und Zischen, besonders bei Nadelholz. In den Zellulosefasern des Brennholzes ist immer etwas Wasser gespeichert. Dieses verdunstet während der Verbrennung aus dem Holz, vorausgesetzt die Poren sind nicht mit Harz verklebt. Dann siedet das Wasser, bildet Druck und „schießt“ schließlich das Harz aus der Pore, bevor es selbst zischend das Holz verlässt. Je feuchter das Holz ist, desto mehr knistert und zischt es. Sie sollten jedoch nur trockenes Holz verbrennen (zwei bis drei Jahre abgelagert), da Sie hiermit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten: Sie gewinnen aus dem Holz CO2-neutral gespeicherte Sonnenenergie und Gemütlichkeit. Energie aus Holz, die Sie im Ofen gewinnen, spart teure Energierohstoffe (Öl & Gas).

 

Wie funktionieren offene Kamine, Heizkamine und Kaminöfen?

Bei offenen Kaminen findet die Verbrennung in einem offenen Brennraum auf einem Rost oder einer Bodenplatte statt Die Verbrennungsluftzufuhr erfolgt ungesteuert über die Frontöffnung nur durch den Kaminzug. Die Wärmenutzung ist gering; sie erfolgt im Wesentlichen nur über Wärmestrahlung aus dem Feuerungsbereich. Heizkamine und Kaminöfen weisen dagegen einen meist durch Glasscheiben geschlossenen Brennraum auf; die Verbrennungsluftzufuhr kann dabei über Luftklappen gesteuert werden. Heizkamine und Kaminöfen werden in der Regel durch Raumluft nach dem Prinzip der Warmluftheizung     (z. B. Kachelofen) gekühlt; die Wärmenutzung ist daher wesentlich besser als bei einem offenen Kamin.

offener Kamin                     Prinzipdarstellungen                    Heizkamin / Kaminofen

Welche Auswirkungen haben solche Feuerstätten auf die Umwelt?

Direkt wahrnehmbare Folgen sind manchmal eine sichtbare Abgasfahne und Geruchsbelästigungen in der Umgebung, insbesondere bei ungünstigen Wetterlagen oder bei unsachgemäßem Betrieb der Anlage. Aber auch eine nicht sichtbare Luftverunreinigung ist vorhanden. Bei Einsatz des Brennstoffes Holz in offenen Kaminen ergeben sich, im Vergleich zu Kohle, Öl und Gas, die höchsten auf die freiwerdende Wärmemenge bezogenen Emissionen. Im Allgemeinen weisen Heizkamine und Kaminöfen im Vergleich zu offenen Kaminen, aufgrund der besser gesteuerten Verbrennung, deutlich günstigere Emissionsverhältnisse auf. Darüber hinaus nutzen sie auch die freiwerdende sehr viel Wärme besser aus.

Was heißt einwandfreier Betrieb?

Um einen offenen Kamin, Heizkamin oder einen Kaminofen einwandfrei betreiben zu können und unnötige Emissionen und Immissionen zu vermeiden, müssen aufgrund der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) folgende Voraussetzungen erfüllt sein: 1.) eine geeignete, fachgerecht ausgeführte und saubere Anlage, 2.) ein zugelassener und geeigneter Brennstoff,   3.) eine sachgerechte Bedienung der Anlage.

 

 
 

Welche technischen Anforderungen sind zu erfüllen?

Die Anlage muss für die Verbrennung von Holz geeignet und vom zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister abgenommen sein. Sie muss regelmäßig gereinigt werden. Offene Kamine dürfen nach den Bestimmungen der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen nur gelegentlich betrieben werden; sie sind nicht für die Beheizung von Wohnräumen geeignet.

 

 

Welche Brennstoffe sind zugelassen?

Bis zu einer Nennwärmeleistung der Anlage von 15 Kilowatt (kW) darf nur lufttrockenes, naturbelassenes, stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde (Scheitholz, Hackschnitzel, Reisig, Zapfen) sowie Presslinge aus naturbelassenem Holz entsprechend DIN 51731, Ausgabe Mai 1993 (Holzbriketts, Holzpellets oder andere Presslinge) verwendet werden. Als „lufttrocken“ wird Holz mit einem Feuchtegehalt von etwa 20% des Holzgewichtes im absolut trockenem Zustand bezeichnet.

 

 

Erfahrungsgemäß ist Holz bei luftiger und trockener Lagerung lufttrocken nach folgenden Lagerzeiten: Pappel, Fichte 1 Jahr / Linde, Erle, Birke 1 – 2 Jahre / Buche, Esche, Obstbäume 2 Jahre / Eiche 2 – 3 Jahre.

Das Verbrennen von feuchtem Holz ist unwirtschaftlich  und mit deutlich erhöhten Emissionen verbunden. Außerdem können durch Kondensatbildung,  hervorgerufen durch den hohen Wasserdampfgehalt und die niedrige Abgastemperatur, Schäden am Kamin auftreten. Lackiertes, beschichtetes oder verleimtes Holz sowie Spanplatten dürfen ebenso wie Abfälle nicht verbrannt werden; werden diese Stoffe dennoch eingesetzt, können erhöhte Emissionen – z.B. an Stickstoffoxiden, Staub, Schwermetallen, Chlorwasserstoff, Dioxinen – die Folge sein.

 

Kaminofenprospekt 2008
der freien Großhändler (PDF)

 

Erfüllt Ihr Wunschofen die gesetzlichen Anforderungen an Emissionen?
ð zur Datenbank bitte hier klicken

 

Welche Betriebsbedingungen gewährleisten
eine optimale Verbrennung?

Um einen optimalen Verbrennungsvorgang mit möglichst geringen Emissionen zu erreichen, sollten folgende Betriebsbedingungen eingehalten werden: 1.) Zum Anheizen sollte nur dünnes naturbelassenes Holz (Holzspäne) verwendet werden, 2.) eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr muss sichergestellt sein (Bedienungsanleitung des Herstellers beachten!), sodass kein Schwelbrand entsteht, 3.) der Brennraum darf nur max. bis zur Hälfte gefüllt werden, 4.) es sollten nur kleine Holzstücke verwendet werden (bei Scheitholz z.B. maximal ca. 6 cm Durchmesser). 

Wie erkennt man eine gute Verbrennung?
Eine gute Verbrennung ist gegeben, wenn das Holz mit langer Flamme abbrennt,
eine  feine  weiße  Asche  entsteht  und  die  Abgasfahne  nicht  sichtbar  ist.

Buchempfehlung: "Heizen mit Holz"
Hans-Peter Ebert, Ökobuch Verlag,
167 S., 10,93 €, ISBN 3-936896-21-6
oekobuch.de

 

 

Wie hält man die Ofenscheibe russfrei ?

Um stets einen ungetrübten Blick in das lodernde Feuer zu haben, muss ein Kaminofen mit einer effektiven Scheibenspülung ausgestattet sein:

Ein Teil der notwendigen Verbrennungsluft wird dabei an der Innenscheibe entlang in das Feuer geleitet. Dadurch soll sich kein Russ an der Scheibe mehr festsetzen können (funktioniert leider nicht bei allen Öfen gleich gut). Die Ofentür muss aus solidem Material gebaut sein (am besten mit Dreifach-Verriegelung), damit sie auch nach Jahren noch dicht schließt und einwandfrei funktioniert. Gönnen Sie sich gute Qualität! Die Türen mancher "Billigöfen" hängen nacheiniger Zeit in den Angeln und schließen nicht mehr richtig. Die Ofenfreude ist dann schnell getrübt.

 

Scheibenreinigung:

Sparen Sie sich teure Spezial-Reiniger! Nehmen Sie lieber zwei Küchen-Papiertücher übereinander gelegt und falten Sie diese zwei mal. Eine Seite gut anfeuchten und in die Holzasche tunken. Verreiben Sie die Aschepaste auf der Innenscheibe. Der Belag wird sich ganz leicht ablösen. Mit der sauberen Papiertuchseite feucht nachwischen und noch ein mal trocken wischen. Fertig!
Achten Sie jedoch auf evtl. vorhandene Steinchen (z.B. in Braunkohleasche). Diese könnten die Scheibe zerkratzen. Verwenden Sie dann lieber Ceran-Kochfeldreiniger. Manch einer schwört auch auf Backofenspray, wenn die Scheibe sehr stark verschmutzt ist. Nach unserer Erfahrung führt das nur zu einer "Schweinerei". Der Fachhandel hält Spezial-Reinigungsmittel bereit, wenn sich auf auf der Innenscheibe (durch zu feuchtes Holz oder zu wenig Verbrennungsluft) Teerstoffe niedergeschlagen haben. Diese sind etwas schwerer zu entfernen, darum achten Sie immer auf optimale Verbrennungsbedingungen! Wir halten diese Reinigungsmittel für überflüssig!

 

 

Die Universal-Ofenregelung
von 
Kutzner + Weber

...
erzielt einen effektiven, Energie sparenden und emissionsarmen Verbrennungsprozess. Vom Anheizen bis zum Halten der Glut leitet die Ofenregelung, über einen Abgassensor, alle Bestandteile immer so, dass in der Feuerstätte bestes Abbrandverhalten gewährleistet ist.

 

Bis zu 12 Komponenten lassen sich integrieren, u. a. Zuluftklappe, Ofentürschalter, Dunstabzugshaube, Rauchgassauger und Funk-Modul. Per Display lässt sich stets der aktuelle Zustand abrufen.  Die Universal-Ofenregelung kann an alle handbeschickten Feuerstätten für Festbrennstoffe angeschlossen werden, unabhängig vom Hersteller. Neben der verbesserten Energieausnutzung - mehr Wärme aus der gleichen Holzmenge - zeichnet sich das Bauteil dadurch aus, dass es eine höhere Betriebssicherheit der Feuerstätte sowie deutlich niedrigere Emissionswerte garantiert. Das bedeutet: mehr Sicherheit, höhere Wirtschaftlichkeit / geringerer Holzverbrauch, Energieeinsparung, Unweltschutz, weniger Rauch und Ruß - keine Geruchsbelästigung der Nachbarschaft!

> weitere Informationen <

 

 

Was zeichnet Kaminöfen mit einer Automatik aus?


Die Zufuhr von Verbrennungsluft in allen drei Phasen der Verbrennung bedarf einer kontinuierlich gesteuerten, bzw. kontrollierten Regelung der Primär- sowie der Sekundärluft. Eine optimale Verbrennung ist durch eine exakte Steuerung des Verbrennungsvorgangs möglich, wobei ständig die notwendige Menge an Primär- bzw. Sekundärluft zugeführt wird, die dem jeweiligen Stadium der Verbrennung entspricht. Manuell ist dies ein sehr zeitaufwendiger Vorgang, der auch viel Erfahrung mit dem Umgang von Feuerstätten bzw. über den Verbrennungsvorgang erfordert. Die manuelle Steuerung eines optimalen Verbrennungsvorgangs ist nicht einfach. Deshalb ist ein Kaminofen mit Automatik die beste Alternative, wenn man auf die Vorteile einer wirtschaftlichen, umweltschonenden, und zudem noch einfach bedienbaren Feuerstelle nicht verzichten möchte.


> Vorteile der Automatik <

 

Das Feinstaubproblem

...
besteht im Grunde nur bei älteren Öfen; moderne Öfen verbrennen bei richtiger Handhabung emissionsarm und damit umweltfreundlich (CO2-neutral).
Für ältere Öfen, die die zukünftig geforderten Feinstaub-Grenzwerte nicht einhalten können, wurde der Partikelfilter entwickelt.

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Dieses Bauteil wird in der Abgasstrecke installiert und bewirkt mittels elektrostatischer Abscheidung die Entfernung von 50 - 80 % des Feinstaubes aus dem Rauchgas. Der Filter kann hersteller- und modellunabhängig eingesetzt und in bestehende Anlagen integriert werden. Die Kosten für eine Nachrüstung (ca. 1.200,- €) sind von individuellen Faktoren vor Ort abhängig!

> weitere Informationen <

In den Medien wurde über eine drohende Zwangsstilllegung bzw. Filterpflicht für Kamin- und Kachelöfen berichtet. Durch die sehr verkürzte Darstellung ist der Eindruck entstanden, dass es sich um eine generelle und sofortige Pflichtmaßnahme für alle Geräte handelt. Eigentümer von Kamin- und Kachelöfen müssen voraussichtlich bis Ende 2012 nachweisen, dass ihr Ofen bestimmte Emissionsgrenzwerte einhalten kann. Die ersten Geräte, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sein werden, sind Öfen, die 40 Jahre und älter sind. Bis 2024 folgen stufenweise Maßnahmen für weitere Geräte. Heute erhältliche und die meisten älteren Geräte erfüllen i.d.R. diese Grenzwerte!

 

 

Rauchgassauger für einen besseren Rauchabzug

   

Zu kurze Schornsteine (besonders in Bungalows) oder zu enge Schornsteinschächte stellen oftmals nicht genügend Auftrieb für die Abförderung der Rauchgase her. Abhilfe kann hier ein Absauggebläse an der Schornsteinmündung schaffen. Der natürliche Auftrieb im Schornstein wird durch einen besonders leisen Ventilator an der Schornsteinmündung unterstützt. Qualm aus dem Ofen oder Kamin im Wohnzimmer gehören damit der Vergangenheit an. Weitere Vorteile: Der Betrieb der Feuerstätte ist witterungsunabhängig und es kann kein Regen mehr in dem Schornsteinschacht gelangen.

Weitere Informationen unter:

http://www.exhausto.de/composite-1091.htm

 

 

Ein ganz brisantes Thema:
Feuerstätten und Küchenablufthauben

Der Schornstein erzeugt einen Unterdruck, der bis zur Verbrennungsluft-Eintrittsöffnung am Kaminofen und dem Feuerraum / der Glastür des Kaminofens wirken muss. Die Schornsteindruckdifferenz saugt Verbrennungsluft aus dem Raum in den Ofen hinein. Diese Luft muss von irgendwoher nachströmen (in das Wohnzimmer hinein).
Wenn nun nebenan, in der Küche, eine Dunstabzugshaube  (Abförderleistung: mehrere hundert Kubikmeter pro Stunde) ebenfalls Luft aus dem Wohnraum absaugt (mit sehr großer mechanischer Kraft), dann muss auch diese Luft irgendwoher kommen.
Sind die Fenster geschlossen, saugt die Kraft der Dunstabzugshaube Außenluft über den Ofen / Schornstein nach, mit dem Ergebnis, dass der Rauch nicht über den Schornstein nach außen zieht, sondern vom Ofenfeuer direkt ins Wohnzimmer. Was dabei passieren kann können Sie sich sicherlich leicht ausmahlen.
Der Gesetzgeber fordert daher zum Sicheren Betrieb von Feuerstätten:

Gemäß Feuerungsverordnung (FeuVO) vom 18. Februar 1997 (GVBl. 1997 S. 20),
§ 4 Abs. 2  (Aufstellen von raumluftabhängigen Feuerstätten)
...

... dürfen diese Feuerstätten in Räumen oder Wohnungen, aus denen Luft mit Hilfe von Ventilatoren, wie Lüftungsanlagen, Dunstabzugshauben oder Abluft-Wäschetrocknern, abgesaugt wird, nur aufgestellt werden, wenn ein gleichzeitiger Betrieb der Feuerstätte und der luftabsaugenden Anlage durch Sicherheitseinrichtungen verhindert wird oder die Abgasabführung (nur bei Gasheizanlagen) durch besondere Sicherheitseinrichtungen überwacht wird. Bei Öfen und Kaminen kann durch eine geeignete Sicherheitseinrichtung gewährleistet werden, dass im Aufstellraum der Feuerstätte keine Druckdifferenz entsteht.

Eine Solche Sicherheitseinrichtung ist ein Fensterkontaktschalter, welcher der Dunstabzugshaube nur dann den Strom frei gibt, wenn das nächstgelegene Fenster auf "Kipp" gestellt ist. Das bedeutet, die Dunstabzugshaube funktioniert NUR mit gekippten Fenster.

 ð atek-abluftsysteme.de

 

Aussnahme: Küchen-Ablufthauben mit "Druckdifferenz-Sensor"
der Firma Gutmann GmbH

 

 

Feuerstätten in modernen Neubauhäusern

Neubauten sind so dicht, dass kein "unkontrollierter" Luftwechsel zwischen den Räumen und der Außenluft mehr stattfindet. Das ist so gewollt, um die Wärmeverluste des Gebäudes zu minimieren. Nachteilig wirkt sich das u.U. auf die Raumluftqualität aus, ganz bestimmt aber auf den Betrieb von Feuerstätten. Diese müssen in  Neubauten meistens mit Verbrennungsluft von außen über Verbrennungsluftleitungen versorgt werden. Einfacher ist es jedoch einen modernen ð Luft-Abgas-Schornstein zu verwenden. Der versorgt den Ofen über einen Integrierten Kanal bzw. Schacht mit Verbrennungsluft.

 


Neubauten mit kontrollierter Be- und Entlüftungsanlage ...

... stellen meistens einen (geringen) dauernden Unterdruck im Gebäude her. Hier dürfen nur ganz spezielle Feuerstätten zum Einsatz kommen, die eine "Bauartzulassung raumluftunabhängige Feuerstätte" haben und in allen Anlagenteilen hermetisch dicht schließend sind.  Die Auswahl ist sehr begrenzt (siehe Download) und zusätzliche Sicherheitseinrichtungen sind notwendig. Bitte beziehen Sie Ihren Schornsteinfeger rechtzeitig in die Planung ein, eine intensive Beratung ist in diesem Fall stets notwendig.

PDF - Download
aktuelle Liste bauartgeprüfter Öfen "raumluftunabhängige Feuerstätte"

 

Lt. Schreiben (Gz.: 035.044-001/10) Amt für Bauordnung und Hochbau, ABH 3, Prüfstelle für Gebäudetechnik: "... bestehen keine Bedenken gegen die Aufstellung eines raumluftabhängigen Ofens bei gleichzeitigem Betrieb der AERA Lüftungsanlage (der Fa. SCHIEDEL).  (...)"   bernhard.mueller@bau.hamburg.de
In diesem Fall ist dem Bezirksschornsteinfegermeister, zur Abnahme der Feuerungsanlage, eine für den jeweiligen Bau erstellte Luftvolumen-Berechnung vorzulegen aus der hervor geht, dass kein höherer Unterdruck als 4 Pascal entstehen kann. Die Außenluft-Durchlasselemente sind unbedingt in Größe und Zahl zu beachten und bei der Abnahme zu überprüfen.

 

Der Terror-Angriff am 11. September 2001 ...

hat nicht nur Betroffenheit in der ganzen Welt ausgelöst, er hat auch aufgezeigt, wie empfindlich unsere technisierte Gesellschaft gegen Gefahren von innen und von außen geworden ist. Die Finanzmärkte haben sich bis heute nicht erholt. Experten der Bundesregierung befürchten Terrorangriffe auf das Internet und auf besonders neuralgische Punkte wie Strom-, Gas- und Ölversorgung sowie Telekommunikation. Das gesellschaftliche Leben kann durch so genannte „moderne Kriegsführung“ buchstäblich lahm gelegt werden. Im Kosovokrieg wurden u.a. Bomben eingesetzt, die Gebäude nicht zerstören, sonder ihre elektrischen und elektronischen Einrichtungen unbenutzbar machen. Kommunikation und Infrastruktur werden gezielt ausgeschaltet. Was machen wir ohne Strom? Auf Licht und Fernseher können wir eine Zeit verzichten, aber auf die Heizung im Winter wohl kaum. Öl auf Vorrat nützt hier auch nicht viel, denn ohne Strom arbeitet keine Zentralheizung. Gut beraten ist da, wer noch einen Ofen am Schornstein angeschlossen hat. So bleibt mindestens ein Raum beheizbar. Die Nachfrage nach Kaminöfen hat nach dem 11. September 2001 deutlich zugelegt. Doch leider werden Kaminöfen, aufgrund der riesigen Stahlnachfrage Chinas auf dem Weltmarkt, durch steigende Rohstoffkosten z. Z. teurer.

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es am Ofen und Kaminfeuer besonders gemütlich. Die gesunde und wohltuende Strahlungswärme macht das Wohnzimmer noch behaglicher. Aber aufgepasst:    Bei der Verbrennung entstehen Schadstoffe. Wie viele Schadstoffe entstehen und ob diese giftig für Menschen sind oder den Nachbarn in der Nase stören liegt in Ihrer Hand. Mit der Beherrschung der richtigen Feuerungstechnik und der Verwendung von geeigneten Brennstoffen reduzieren Sie die schädlichen Abgase auf ein Minimum.  Sie schützen sich und die Umwelt, wenn sie folgendes beachten.

 

 

So Heizen Sie Ihren Kaminofen umweltfreundlich:

 

1. Zuluftregler ganz öffnen und im Brennraum dünne Holzspänen oder Reisig entzünden.

2. Zügig einige größere trockene Holzscheite nachlegen, nicht den Brennraum voll stopfen.

3. In der Anbrandphase die Luftzufuhr ganz geöffnet lassen und Feuerraum nur zu 1/4 füllen.

4.  Sind die leicht flüchtigen Brenngase verbrannt wird die Luftzufuhr „gefühlvoll“ gedrosselt.

5.  Auf keinen Fall Müll im Ofen verbrennen – hochgiftiges Dioxin ist eine potentielle Gefahr.

6. Zum Nachlegen von Brennstoff auf das Glutbett die Luftzufuhr zuerst schließen, dann die Feuerraumtür öffnen und nun auch die Luftzufuhr wieder ganz öffnen. Das Holz wie unter Punkt 2. nachlegen und die flüchtigen Bestandteile mit langer Flamme verbrennen lassen. Achten Sie nun darauf, dass die Verbrennung nicht in den giftigen Schwelprozess übergeht.

So bitte nicht:

 

Dem Brennstoff kommt eine sehr große Bedeutung zu:

Nur absolut trockenes Holz verheizen! Das im Holz gespeicherte Wasser muss vor der Verbrennung erst verdampfen. Dieser Vorgang beansprucht Wärme aus dem Verbrennungsprozess, die dann in der Regel nicht mehr als Nutzenergie zur Verfügung steht. Aus diesem Grund besteht eine starke Abhängigkeit zwischen dem Heizwert und dem Wassergehalt des Holz. Ist das Holz nicht ganz trocken kühlt der Verdampfungsprozess die Flammentemperatur so weit ab, dass dichter Qualm entsteht. Dieser enthält viele giftige Stoffe und „aromatische Kohlenwasserstoffe“. Wie dieser Name schon ausdrückt kann Ihre Nachbarschaft am „Aroma“ der Umgebungsluft die Güte Ihres Brennstoffs erkennen. Damit es also der Umwelt nicht stinkt – für reichlich Luft und trocknes Holz sorgen! Dies liegt in Ihrem eigenen Interesse: Der Nachbar rümpft nicht die Nase wenn er Sie trifft, der Ofen und der Schornstein bleiben von hartem Russansatz verschont (das freut Ihren Schornsteinfeger) und Ihr Brennstoffverbrauch sinkt durch die höhere Wärmeausbeute.

Da Nadelhölzer zum Funkenflug neigen sind sie zum Einsatz in offenen Kaminen eher ungeeignet. Hier sollten unbedingt Laubhölzer verwendet werden. Zu geringe Luftzufuhr und ungeeignete Brennstoffe sind die häufigsten Fehler die zu Umweltbeeinträchtigungen durch Heizöfen und Heizkamine führen. In unserer heutigen technisierten Welt muss der Umgang mit der offenen Flamme im Ofen erst wieder mühevoll erlernt werden – das ist ganz normal. Fragen Sie ruhig Ihren Schornsteinfeger bei seinem nächsten Besuch. Wir haben weitere Tipps und Tricks für Sie parat. Kompetent in alter Feuerungstechnik und neuester Feuerungstechnologie beraten wir Sie gerne.

Lufttrocknes Brennholz hat gegenüber frisch
geschlagenem Holz den doppelten Heizwert.

 Dies bedeutet, dass bei der Verfeuerung von lufttrockenem Holz nur halb so viel Brennstoff für den gleichen Energiebedarf benötigt wird. Das Brennholz muß deshalb ausreichend getrocknet sein. Frisches Holz enthält ca. 50 – 60 % Wasser. Während der ein- bis zweijährigen Lagerung sinkt der Wassergehalt auf 15 – 20 % ab. Bei der Trocknung sollte der Lagerplatz möglichst überdacht, Südseite und gut durchlüftet sein. Die Trocknungsdauer hängt von der Holzart ab: Pappel und Fichte benötigen ca. ein Jahr, Linde, Weide, Erle, Birke und Kiefer ca. anderthalb Jahre, Buche und Obstbäume zwei Jahre und Eiche braucht fast drei Jahre. Ist das Holz bei der Verbrennung noch zu feucht qualmt es sehr stark. Giftiges Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und Ruß entstehen und dem Nachbarn „stinkt es“. Lassen Sie Ihr Feuerholz nicht zu lange ungeschützt im Garten dem Regen ausgesetzt. Es beginnt sonst (nicht gleich sichtbar) der Verrottungsprozess. Wenn Sie dieses (noch gut aussehende) Holz trocken der Feuerung zuführen ist sein Heizwert erheblich herabgesetzt! Im Handel erhältliches (geschlagenes) Feuerholz / Holzscheite haben meistens einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt. Ebenso "frisch" geschlagenes Holz aus dem Garten oder Wald. Wird dieses Holz verbrannt entsteht Qualm, Geruchs- und Luftschadstoffe im erheblichen Umfang (bei gleichzeitig verminderter Energieabgabe des Brennstoffes an den Raum). Das Gleiche gilt übrigens auch für überlagertes Holz. Sie erkennen es nur daran, dass es sehr leicht und weich ist. Pilze und Mikroorganismen zersetzen die Zellulose des Holzes (nicht sichtbar!) im Laufe von Jahren bio-chemisch zu Eiweiß. Dieses (optisch einwandfreie) Holz verbrennt unter eben so ungünstigen Umständen wie feuchtes Holz! Verbrennen Sie auf keinen Fall Holz, dass bereits deutlich sichtbar Pilzbefall aufweist oder längere Zeit der Witterung ausgesetzt war!

 ð trocknes Kaminholz online bestellen               Weitere Infos siehe hier unter  ðRauchbelästigung

 

 Nur  trocknes, richtig gelagertes  Holz  verbrennt  schadstoffarm !

 In den festen „Aschen“ bleiben die mineralischen Bestandteile der pflanzlichen Grundsubstanz zurück. Nur ein geringer Anteil der Biomasse ist mineralischer Natur und verbleibt als Asche       (bei Holz weniger als 0,5%). Es handelt sich bei der Asche um ein Gemisch von Elementen, hauptsächlich: Kalzium (Ca), Silizium (Si), Magnesium (Mg), Kalium (K), Phosphor (P) und Natrium (Na).   

Aufgrund ihres Mineralstoffanteils können Holzaschen
hervorragend als Düngemittel verwendet werden.
 

Mit Holz zu heizen, hilft dem Wald. Denn für ein gesundes Wachstum müssen Wälder regelmäßig durchforstet werden. Das dabei gesammelte Holz bildet zusammen mit dem Bruchholz, das durch Schneelast oder Stürme anfällt, das Heizmaterial. Wertvolle Düngestoffe verbleiben mit den Früchten und Laub im Wald und bilden den Humus. Der Nachwachsende Rohstoff Holz überzeugt durch wesentliche Vorteile: Die Waldpflege ist wirtschaftlich, neue Absatzmärkte entstehen, begrenzte Energieressourcen werden geschont, die Luft wird nicht durch zusätzliche CO2-Emissionen belastet, Holzfeuer bringen die angenehme und besonders gesunde Strahlungswärme mit modernen Komfort in die Häuser zurück – ein Naturerlebnis das an die Gemütlichkeit längst vergangener Zeiten erinnert in der Hektik unbekannt war.  Ein Erlebnis mit Umweltbewusstsein. 

 

 

Emissionsverhalten

Holz enthält kaum Bestandteile, die nach der Verbrennung negativ auf die Umwelt wirken. Stickstoff, Schwefel und Chlor sind im Holz in sehr geringen Mengen vorhanden. Auch Lachgas (N2O) wird bei der Verbrennung nur in geringen Mengen gebildet. Kohlenwasserstoff-Emissionen CnHm bei Holzfeuerungen sind zwar geringer als bei Kohlefeuerungen, können aber bei Kleinfeuerungen mit unzulänglichem Ausbrand relativ hohe Emissionswerte ergeben. In optimierten Verbrennungssystemen ist der Emissionsgehalt an CnHm sehr niedrig. Durch guten Ausbrand können sie ebenso wie das Kohlenmonoxid oxidativ zerstört werden.  Die richtige Feuerung ist also wichtig.

 

Positive Energiebilanz

Die in biogenen Festbrennstoffen enthaltene Energie ist nichts anderes als die durch die Photosynthese der Pflanze gespeicherte Sonnenenergie. Die tatsächliche Energieausbeute wird durch das Input / Output – Verhältnis wiedergegeben. Entsprechende wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die durch die Photosyntheseleistung der Pflanzen gewonnene Energie die für deren Erzeugung notwendige fossile Energie bei weitem überragen (= positive Energiebilanz). Und das um das etwa 5-10fache je nach betrachtetem Biobrennstoff. Bei einem Verhältnis 1:10 heißt das, dass durch die Nutzung eines Biobrennstoffs zehn mal mehr Energie gewonnen, als durch dessen Produktion verbraucht wird. Biogene Brennstoffe können einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Energieversorgung leisten; diese zu steigern ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung.

Fachbeitrag: Nostalgisch und wirtschaftlich heizen
                     mit Kaminen und Öfen 
(Download-PDF)

 
allgemeine Hinweise Aufstellungs-vorschläge Aufstellungs-anleitung Tipps und Pflegehinweise

 
umweltgerecht
heizen mit
Holz & Briketts
Anschaffung
Aufbau & Betrieb
einer Feuerstätte

Einsatz von Braunkohlenbriketts
in Feuerstätten
Feinstaubreduzierung
und Brennwertnutzung
bei Festbrennstoffen

 

Rauchrohr-Wanddurchführung
für Wände mit brennbaren Baustoffen

 

 

Kaminbau

Gemäß DIN 18895, Fachregeln des Kachelofen- und Luftheizungsbauerhandwerks, sowie weiteren Vorschriften und Verordnungen, ist sicherzustellen, dass auch bei höchster Wärmebelastung an tragenden und brennbaren Bauteilen und Wänden keine höheren Temperaturen auftreten als 85 °C.

< Kaminbaufirmen finden Sie links unter "Marktpartner"

 
Bild 1 - Kamin an nichttragender,
             nichtbrennbarer Anstellwand
  1.)
  Liegen keine
Herstellerangaben
vor, muss die
Dämmdicke
mindestens
10 cm betragen.
Bei typgeprüften
und registrierten
Kamineinsätzen
ist die Dämmung
entsprechend den
Angaben zur
Aufstellanleitung
auszuführen.
     
Bild 2 - Kamin an tragender Wand oder an einer
             Wand mit brennbaren Baustoffen
  2.)
  Hier schreibt
die Norm bei
Verwendung von
Mineralwollplatten
neben der unter
1 genannten
Wärmedämmung
zusätzlich eine
10 cm dicke
Vormauerung
aus Gasbeton,
Lochziegeln
o. Ä. vor.

Da PROMASIL® 950-KS Wärmedämmung und Vormauerung in einem Produkt vereint, werden aufgrund der extrem geringen Wanddicken enorme Raumgewinne erzielt. Zugleich wird die Anforderung erfüllt, dass verwendete Wärmedämmstoffe grundsätzlich nichtbrennbar A1 nach DIN 4102 sein müssen - hierzu liegt das Prüfzeugnis P-MPA-E-01-547 vor.

Promat.de

 

DER  KACHELOFEN  ALS  ZENTRALHEIZUNG


 

 

 
OFENTYPEN  FÜR  FESTBRENNSTOFFE

Kachelofen-Grundofentyp 

Der Grundofen ist einen vor Ort gemauerter Speicherofen. Er liefert hauptsächlich Strahlungswärme. Bei richtigem Betrieb und bedarfsgerechter Dimensionierung ist diese alte Holzofenform sehr empfehlenswert. Sie muss allerdings einzeln erstellt werden und ist relativ teuer. Die Wärmespeicherwirkung reicht bis zu 15 Stunden. Die Zeitspanne vom Anheizen bis zur Wärmeabgabe ist allerdings recht lang (bis zu 2 Stunden).      

 

Kachelofen-Warmlufttyp mit Heizeinsatz
Die Brennkammer ist aus Stahl oder Guss gefertigt und ausschamottiert. Moderne Einsätze mit oberem Abbrand ermöglichen Nachheizintervalle von bis zu 4 Stunden. Die Emissionswerte liegen teilweise unter den Anforderungen für Heizkessel. Meist haben Kachelöfen Leistungen von 4-10 kW. Beim Warmluftkachelofen wird zirkulierende Raumluft erwärmt. Der dem Heizeinsatz nachgeschaltete Heizkasten dient als zusätzlicher Wärmetauscher. An seiner Stelle kann ein Grundofensystem angeschlossen werden (Kombiofen). Ein Kombiofen verbindet den Vorteil der schnellen Erwärmung der Raumluft durch zirkulierende Luft mit der Speicherwirkung des gemauerten Zusatzwärmetauschers. Warmluft-Kachelöfen verbinden ein emotionales Wärmeerlebnis mit moderner Technik – energiesparend und umweltschonend.
 

Kaminofen (Heizkamin)

Dieser Ofentyp gibt ein Behaglichkeitsgefühl durch sein abwechslungsreiches Flammenbild und die Wärmestrahlung, ähnlich wie beim offenen Kamin, jedoch mit entsprechend höherem feuerungstechnischen Wirkungsgrad. Ein richtig dimensionierter Brennraum (bedarfsgerecht) und heiße Brennkammerwände mit „Ausbrandkuppel“ fördern die Einhaltung geringer Emissionswerte. Von Vorteil sind beispielsweise Rüttelroste, große Ascheschubladen und gute übersichtliche Verstellmöglichkeiten von Primär- und Sekundärluftzufuhr. Ein Rauchgasthermometer erleichtert die Leistungseinstellung über die Primärluft. Der Preis liegt bei einer Leistung von 6-8 kW im Bereich von 600-3000 Euro, je nach Hersteller. Ein Heizeinsatz mit Glasfronttüre (Kaminkasette) lässt sich auch als Heizkamin einmauern und ggf. mit Kacheln verkleiden. Kaminöfen sind preisgünstig, schnell aufgestellt, Umzugstauglich und die große Sichtfensterscheibe ermöglicht den freien Blick auf das Feuer – ein Erlebnis mit besonderer Ausstrahlung.

 

Antike Feuerstätten

Hin und wieder entsteht der Wunsch sich eine antike Feuerstätte zuzulegen. Als Einrichtungsgegenstand sind antike Öfen überaus dekorativ. Bloß mit der Benutzbarkeit ist dass manchmal so eine Sache. Möchten Sie einen antiken Ofen auch benutzen, so klären Sie bitte vor dem Erwerb des Ofens diesen Punkt mit Ihrem Schornsteinfeger. Nicht nur die Frage, ob Ihr Schornstein für diesen Ofen geeignet ist, muss vorab geklärt werden, auch ob der Ofen Gebrauchsfähig und für den Betrieb in Deutschland überhaupt zugelassen ist! Der antike, typisch englische, gusseiserne Franklin-Kaminofen
 z.B. darf in Deutschland nicht verwendet werden, da seine Bauart nicht konform ist mit den deutschen DIN-Regelwerken für Öfen und Kamine und der Kaminofen keine Zulassung für Deutschland besitzt bzw. keine EU-Konformitätserklärung vorliegt. Den Anschluss eines solchen Ofens an Ihren Schornstein darf Ihr Schornsteinfeger nicht genehmigen und bei nicht genehmigten Betrieb besteht kein Versicherungsschutz für Sie! Lassen Sie sich also rechtzeitig von Ihrem Schornsteinfeger beraten. Wir helfen Ihnen wo wir können! Weitere Informationen zu diesem speziellen Thema finden Sie auch unter den unten stehenden Links ð

 

 ð Traumöfen.de 

 

 ð sicherer-Ofenkauf.de

 

Pelletfeuerungsanlagen

Pelletheizungen sind als Einzelöfen (z.B. ð Buderus [PDF]) oder als Pelletzentralheizungen zur Beheizung von Ein- und Zweifamilienhäusern erhältlich. Sie können wie Kaminöfen im Wohnraum oder als Zentralheizanlage im Keller aufgestellt werden. Sie besitzen einen vom Brennraum abgetrennten Vorratsbehälter, der in regelmäßigen Abständen befüllt werden muss. Die Pellets werden dann mittels einer Schnecke vollautomatisch aus dem Vorratsbehälter in den Verbrennungsraum gefördert und elektrisch gezündet. Verschiedene Rückbrandsicherungen sorgen für einen gefahrlosen Betrieb der Anlage. Durch den Einbau einer Wassertasche und den Anschluss an ein Heizsystem können Einzelöfen zu Zentralheizungsanlagen erweitert werden. Pelletzentralheizungen können vollautomatisch betrieben werden. Sie sind über eine Förderschnecke oder eine Saugaustragung mit dem Lagerraum oder –tank verbunden, aus dem die Pellets vollautomatisch zum Heizkessel transportiert werden. Diese Anlage kann eine Öl- oder Gas-Zentralheizung vollwertig ersetzen.

Holzpellets - heute schon wirtschaftlich  (PDF 1,7 MB)

Ein ehrliches Wort:

Im Neubau ist die Pelletheizung durchaus eine interessante Alternative, aber was gewinnt ein Ölheizungsbesitzer der auf Holzpellets umstellt? Eigentlich nichts. Das Brennstofflager wird nicht kleiner, im Keller entsteht kein Raumgewinn. Der Schornstein muss meistens aufwendig saniert werden und zusätzlichen Komfort bietet die Pelletheizung nicht. Der Preis von Pellets entwickelt sich leider nicht ganz unabhängig vom Gas- und Ölpreis, die im Zuge knapper werdender Ressourcen und steigender Ökosteuer ebenfalls weiter steigen werden. Angebot und Nachfrage regulieren auch den Pelletmarkt. Pellets stellen eine Alternative zu fossilen Brennstoffen dar. Ihr Preisvorteil schwindet allerdings zusehend - besonders unter Berücksichtigung der geringeren Effizienz von Pelletkesseln (Normnutzungsgrad im Mittel ca. 78%), gegenüber modernen Öl- und Gasfeuerungsanlagen (Normnutzungsgrad ca. 97%). Wird die Pelletheizung nicht im Wohnraum platziert, kann man sich noch nicht einmal über den romantischen, gemütlichen Flammenschein hinter der Sichtscheibe freuen.
Modernisierungswillige Gasheizungsbesitzer wollen hingegen meist weg von der Leitungs- und Preisabhängigkeit eines Energieversorgers und hin zu Unabhängigkeit und ökologischen Heizen. In der Entscheidung für eine Pelletheizung, dem konsequenten ökologischen Weg, stecken also sehr viele Emotionen.

 

ANLAGEKOSTEN   (bei weitgehend vollautomatischen Betrieb über das gesamte Jahr ohne manuelle Bedienung)

Pelletfeuerung mit Lambda-Regelung, automatisch beschickt, mit Brennstoffzuführung aus einem Lager:

-        Kessel für Heizleistung bis 10 kW: 6.500 - 7.500 €

-        Lagersystem für Pellets: 1.500 €

-        Transportschnecke für Pellets: 1.600 €

-        Wärmespeicher, Inhalt 500 Liter: 1.750 €

 

Bei einem Vergleich der Investitionen von mit Biomasse befeuerten Anlagen mit Anlagen, die mit fossilen Energieträgern (z. B. leichtes Heizöl, Erdgas) betrieben werden wird deutlich, dass fossil betriebene Anlagen unabhängig von der Leistung zum Teil auf einem erheblich geringeren Preisniveau liegen. Im Schnitt liegen die Kosten von Biomasse-Anlagen rund um das doppelte bis dreifache über denen fossil befeuerter Anlagen. Dieses Handikap kann jedoch über geringere Brennstoffkosten bei Biomasse und ggf. über Fördermaßnahmen ausgeglichen werden.

 

Brennstoffkosten

Preisvergleich:  Heizöl / Erdgas / Holzpellet

 

Auch Brennholz stellt eine reguläre Handelsware dar. Die gegenwärtigen Brennholzpreise in Deutschland liegen zwischen 25 und 35 €/rm (rm=Raummeter) für Nadelholz und 30 und 45 €/rm für Laubholz und sind regional sehr unterschiedlich.

 

Wärmegestehungskosten

Vergleichbar werden die Anlagen dann, wenn zusätzlich zu den Investitionskosten und Brennstoffpreisen die Wärmegestehungskosten bekannt sind. Sie geben an, wie viel die Erzeugung einer Kilowattstunde Wärme insgesamt kostet. Für Biobrennstoffanlagen folgt aus der Betrachtung der Wärmegestehungskosten, dass sie durchaus mit kleineren Öl- und Gasheizungen konkurrieren können.

 

Förderung        ð Förderprogramm Bioenergie ï

Automatisch beschickte Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse werden bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 kW mit 60,- € je kW installierter Nennwärmeleistung, Anlagen mit einem Wirkungsgrad über 90 % mindestens jedoch mit mindestens 1.700,- € je Einzelanlage bezuschusst (Stand: 03/2004). Informationen zur staatlichen Förderung erhalten Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

 


(Artikel)

 

 

 

Pellet-Brenner vor einen "alten" Öl- oder Gasheizkessel:

Ganz neu ist es jetzt auch möglich, einen Pellet-Brenner vor einen "alten" Wechselbrandkessel zu montieren: Der Kund muss aus Gründen der Gewährleistung seinen Kessel "obligatorisch" für einen €uro an die Installationsfirma verkaufen. Diese entfernt das Typenschild vom Kessel und führt die Umbauarbeiten aus. Die Abnahme als eine "neue" Feuerungsanlage durch den Schornsteinfeger ist dann möglich. Einige wichtige Dinge sind dabei jedoch unbedingt zu beachten. Weitere Informationen hierzu unter:

ð pellx.net

Empfehlung für Interessierte: "Holzpellet-Heizungen" - Planung . Installation . Betrieb, 2006, 93 Seiten, ISBN 3-96896-19-4, Frauenhofer-Informationszentrum, Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart

 

Die Ofen-Innovation  XEOOS® TwinFire

.. ist ein neuartiger Kaminofen – entwickelt von Global Mind Network aus Kassel und dem Unternehmen Specht aus Hatzfeld-Reddighausen. Er ist effizienter und stößt weniger Schadstoffe aus als herkömmliche Modelle und seine zwei Flammen sind ein Blickfang. Das Besondere am XEOOS TwinFire ist eine zweite, untere, Brennkammer, in der die durch das obere Ofenfeuer entstehenden Gase nochmals verbrannt werden. Das entzieht den Abgasen Ruß, Teer und Feinstaub, was sie wesentlich sauberer macht. Hinzu kommt, dass die XEOOS-Öfen durch das TwinFire-System einen Wirkungsgrad von 90 Prozent erreichen. Und davon abgesehen: Das zusätzliche Feuer erzeugt ein faszinierendes Flammenspiel und macht den XEOOS TwinFire nicht nur zu einer ökologischen, sondern auch zu einer ästhetischen Innovation.

ð zur Seite des Herstellers

 



 

DIE  AUFSTELLUNG  VON  HOLZKOHLE-GARTENGRILLKAMINEN

In Baumärkten werden so genannte Gartengrills als komplette Bausätze (häufig aus Beton mit angedeuteten Schornstein) angeboten. Diese Produkte sollen im Freien aufgestellt und betrieben werden. Sie sind i.d.R. dazu geeignet Grillgut mittels Holzkohle zu garen.
Diese Einrichtungen sind wie offene Feuer
stellen bzw. "unbewahrtes Feuer" zu bewerten. Sie müssen deshalb zu Gebäuden einen Mindestabstand von 5 Metern (seitlich vom Dachvorsprung gemessen!) einhalten. Beim Betrieb müssen sie ständig unter Aufsicht gehalten werden und beim Verlassen der Feuerstelle müssen Feuer und Glut erloschen sein.
Für eine Aufstellung in Gebäuden sind diese Erzeugnisse nicht zugelassen. Solche im Freien errichtete Gartengrills fallen nicht unter den Begriff "Feuerstätte". Damit unterliegen diese Feuer
stellen nicht der Abnahme durch den Bezirksschornsteinfegermeister und auch nicht der Kehr- und Überprüfungspflicht.
Anders im Freien baulich errichtete Gartenkamine die diese Kriterien nicht erfüllen bzw. baulich fest mit dem Gebäude verbunden sind. Sie unterliegen der
Abnahmepflicht durch den Bezirksschornsteinfegermeister und auch der Kehr- und Überprüfungspflicht. 




Gefährliche Ethanol-Kaminöfen

Im Juni 2009 explodierte in Hamburg-Lokstedt ein Ethanol-Kaminofen. Drei Schwerverletzte und eine tote Frau waren das traurige Ergebnis. Durch die Druckwelle der Explosion wurde Sie durch die Scheiben des Wintergartens aus dem ersten Stock  geschleudert. Der Kaminofen war so „verbrannt“, dass der Hersteller nicht mehr ermittelt werden konnte. Die Gefahr geht oft von Billig-Fabrikaten aus China aus, die in Baumärkten und Internet vertrieben werden. Sie erfüllen oft nicht die einfachsten Sicherheitsstandards, kritisiert der TÜV und fordert Sicherheitsprüfungen für alle Geräte. Für weitere Informationen folgen Sie bitte diesen PDF-Downloads:

ETHANOL-Kaminöfen 1   ETHANOL-Kaminöfen 2   Tod nach ETHANOL-
Kaminofen-Explosion

 

 

 

    LINKS:

 

Buchtipps:

Kamine und Kachelöfen.
Broschiert, 146 Seiten,
Fachschriften-Verlag 2004
ISBN 3931436918
empf. VKP ab 7,80 Euro



Heizen mit Holz. Ökologisch und gesund.
Heinz Knieriemen, Peter Frei
Gebundene Ausgabe,
190 Seiten, At-Verlag 2003
ISBN 3855029296
empf. VKP ab 27,90 Euro


Heizen mit Holz in allen Ofenarten.
Hans-Peter Ebert
Broschiert, 160 Seiten, Ökobuch Verlag
ISBN 3936896038
empf. VKP ab 10,80 Euro



Der römische Limes.
Dietwulf Baatz
Broschiert, 364 Seiten,
Verlag Gebr. Lang Berlin 2000
ISBN 3786123470
empf. VKP ab 20,90 Euro

 

 

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