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HEIZÖLLAGERUNG Themen:
Der Betreiber einer Tankanlage (Eigentümer / Mieter) hat regelmäßige Sichtkontrollen durchzuführen: Dichtheit des Heizöltanks, der heizölführenden Rohrleitungen sowie der Befüll- und Lüftungsleitungen. Korrosion der Tankaußenwände bei Stahltanks. Risse, Setzungen, beschädigte oder fehlende Beschichtungen im Auffangraum. Ordnungsgemäßer Zustand aller Anlagenteile (z.B. gelockerte Verschraubungen). Schutz der Austrittsöffnung der Lüftungsleitung vor Eindringen von Regenwasser. Bei doppelwandigen Tanks mit Leckanzeiger ist ggf. die optische / akustische Alarmfunktion zu testen (Funktionskontrolle). Mängel an einer Heizölanlage sind unverzüglich zu beheben. Bei Tankanlagen ab 1 m³ ist ein Fachbetrieb (gem. § 19 I WHG) damit zu beauftragen.
10 wichtige Tipps: 1. Weder der Tankraum / Auffangraum noch die Tankoberfläche sind ein geeigneter Lagerplatz für ausrangierte Möbel, Werkzeuge oder Gartengeräte. Durch das Gewicht oder Verlagerung der im Tankbereich deponierten Gegenstände können leicht Leitungen und Anschlüsse beschädigt werden. 2. Brauchen Sie den Tankinhalt von Zeit zu Zeit einmal ganz auf. Heizöl ist ein Naturprodukt, das einer natürlichen Alterung unterliegt. Gealterte Restölbestände werden so verbraucht und "frisches" neues Heizöl vermischt sich nicht mit dem evtl. mikrobiell belasteten Restölbestand. Alterungsrückstände im Heizöltank können so minimiert werden. 3. Regelmäßige Tankreinigungen sind unter normalen Umständen NICHT nötig. Die Ansammlung von Kondenswasser und Sedimenten auf dem Grund des Heizöltanks sind ganz natürlich und stellen i.d.R. kein Problem dar. Erst wenn der Ölfilter vor dem Brenner öfter verstopft und die Anlage dadurch ausfällt ist eine Tankreinigung angezeigt, wenn eine "schwimmende Ölansaugung" im Tank das Problem nicht beseitigen kann. Die Reinigung sollte dann möglichst bei einem leer gefahrenen Tank vorgenommen werden, denn es empfiehlt sich die ausgepumpte Restmenge zu entsorgen! Auch die Leitungssysteme müssen nun gereinigt und der Grenzwertgeber sollte geprüft werden. 4. Grundsätzlich ist für die Verbindung zwischen Tank und Brenner eine Ölversorgung als Einstrangsystem vorzuziehen, da es als selbstsicheres System ausgeführt werden kann. Im Einstrangsystem wird das Heizöl nicht stetig in den Tank zurück geführt und so die Lagerstabilität des Heizöls deutlich begünstigt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Heizungsfachbetrieb, ob im Rahmen einer anstehenden Modernisierungs- oder Reparaturmaßnahme eine Umrüstung auf ein Einstrangsystem kostengünstig durchgeführt werden kann. 5. Innenkorrosionen an Stahltanks sind extrem selten. Werden sie festgestellt, sind folgende Maßnahmen empfehlenswert: Einbau einer Kunststoff-Innenhülle mit Leckanzeigegerät oder Aufbringen einer Innenbeschichtung im Tank. NICHT empfehlenswert sind sog. "Fließbeschichtungen" (sie gehen keine feste Verbindung mit dem Untergrund ein), chemische Vorbehandlungen des Untergrundes und Kathodische Innenkorrosionsschutz-Systeme auf Elektrolytbasis (IKS-System mit Opferanoden). 6. Dunkle Ablagerungen an alten Kunststofftanks sind unkritisch, sie stören lediglich beim optischen Erkennen der Füllstandshöhe von außen. Ein Füllstandsanzeiger kann Abhilfe schaffen. Nur wenn sich bei sehr alten PE/PA-Kunststofftanks Verformungen (sog. Elefantenfüße) bilden, ist die Erneuerung der Tankanlage sinnvoll. Kunststofftanks sollten immer vor Licht geschützt werden! 7. Ist der Domschacht eines Erdtanks undicht geworden, sind u. U. folgende Maßnahmen umgehend durchzuführen: Erneuerung der Domschachtabdeckung, Aufsetzen eines Sanierungsdomschachtes und Installation eines Auffangbehälters für Öltropfen unterhalb des Füllanschlusses. 8. Folgende Unterlagen sollten Sie über Ihren Tank besitzen: Bauartzulassung des Tanks, Anzeigebestätigung der Unteren Wasserbehörde (ab 1 m³), Baugenehmigung (ab 5 m³), ggf. Protokolle der Sachverständigenprüfungen (wenn diese notwendig sind). 9. Bei einem Schadensfall oder Störung ist die Anlage sofort außer Betrieb zu nehmen. Ist Heizöl (außerhalb eines Auffangraumes) in einer Menge ausgetreten, die mit einfachen technischen Mitteln (Abstreuen und Aufnehmen mit Bindemitteln) nicht vollständig beseitigt werden kann, ist die Wasserbehörde, Feuerwehr oder Polizei zu verständigen, wenn Kläranlagen, Boden, Oberflächengewässer oder Grundwasser zu verschmutzen drohen. 10. Folgende Möglichkeiten bieten sich bei der Sanierung eines schadhaften Ölauffangraumes an: a) bauliche Beseitigung schadhafter Stellen und dreifacher (zugelassener) Schutzanstrich, b) komplette Auskleidung mit einer zugelassenen Kunststofffolie, c) Einbau einer Innenhülle in einwandige Tanks und damit Herstellung eines doppelwandigen Systems, der Auffangraum wird dadurch unnötig, d) Einbau moderner Sicherheitstanksysteme welche keinen Auffangraum mehr benötigen.
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Weitere Informationen unter: ð Bundesverband Behälterschutz
Im
Störungsfall ...
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technischer Leitfaden
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