Natürliche Faktoren bisher unterschätzt
 
Klima-Änderung


zurück

3sat.de/nano

     
 
Infos zur Tagung
... vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-Forschung
 

Bei der Klimaänderung spielen natürliche Faktoren nach Angaben von Wissenschaftlern eine größere Rolle als bisher bekannt. Steigende Temperaturen seien zwar eindeutig auf Einflüsse des Menschen auf die Umwelt zurückzuführen, sagte Martin Claußen vom Potsdam-Institut für Klimafolgen-Forschung (PIK).

 
     
 
"Einfluss von Meeressalz auf globales Klima entdeckt"
"Treibhauseffekt durch kosmische Strahlung?"
"Treibhaus-Effekt: Die Sonne ist schuld"
 

Foto Doch die natürliche Klimavariabilität sei vermutlich entschieden größer als bisher angenommen. Es gebe eine Vielzahl von Faktoren, deren Auswirkungen noch nicht bekannt seien, erklärte Claußen zum Abschluss der 6. Deutschen Klimatagung in Potsdam. Ein in diesem Zusammenhang besonders interessantes Phänomen, das für das Auf und Ab der Temperaturen in der Arktis und in den mittleren Breiten verantwortlich ist, heißt "Arktische Oszillation".

 
     
 
"Treibhausgase, Klima und Luftdruck"
 

Wenn nun schwankende Sonneneinstrahlung, Vulkanaerosole - die das Sonnenlicht abblocken - oder Treibhausgase und Ozonänderungen auf die Atmosphäre einwirken, ändert sich das Schwingungsmuster der arktischen Oszillation.

 
     
 
"Dänische Kühe sollen weniger rülpsen und pupsen"
"Kohlendioxid und Treibhaus-Effekt"
"Wasserdampf ist Treibhausgas
Nr. 1"
 

Foto Dabei sei es schwierig, die Einflüsse des Menschen von natürlichen zu unterscheiden, erläuterte Klaus Dethloff vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). "Modellsimulationen haben den Verdacht jedoch erhärtet, das erhöhte Treibhausgaskonzentrationen und stratosphärische Ozonänderungen das Auf und Ab der arktischen Oszillation verstärken können."

 
     
 
"Wasserdampf bei Erderwärmung bedeutend"
"Das Waschmittel der Atmosphäre"
"Wirkung wird Ursache"
 

Nach Angaben von Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe (PIK) werden rund um den Globus an 5000 Stellen Klimadaten erfasst. Es gebe aber erheblich regionale Lücken. Während in Afrika 192 Stationen arbeiten, seien es allein in Deutschland 200. Auch aus Krisengebieten wie jetzt Irak, seien keine Daten zu bekommen. Die 7. Klimatagung findet 2006 in München statt.

 
  zurück  
 
      26.09.2003
nano online / dpa / 3sat.online ist nicht verantwortlich für den Inhalt externer Links